Sein oder Nichtsein? Der Shakespeare-Fake (Videos)

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Auch an seinem 400. Todestag am 23. April 2016 gilt William Shakespeare (1564-1616) für die etablierte Wissenschaft immer noch als Autor aller 38 Dramen, 154 Sonette sowie epischen Versdichtungen, die seinen Namen tragen.

Dabei ist vieles über das Leben dieses Mannes entweder vollkommen unbekannt, rätselhaft oder schlichtweg unmöglich.

Bereits sein Geburtsdatum ist unklar: Ausgehend von seinem Taufdatum am 26. April 1564 wurde sein Geburtstag ebenfalls auf den 23. April festgelegt, der in England auch als „St. George’s Day“ gefeiert wird.

Der Heilige wird als Drachentöter verehrt, soll nach einer Legende während der Kreuzzüge an der Seite Englands gekämpft haben und gilt nicht nur als Schutzpatron des ritterlichen Hosenbandordens, sondern ganz Englands. In Shakespeares Stück „Heinrich V.“ (1600) rufen die Soldaten: „Gott mit Heinrich! England! Sankt Georg!“.

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(St. Georg als Ritter, Drachentöter und Schutzpatron Englands)

Die zunehmende Verschmelzung von Geburts- und Todestag Shakespeares mit dem Feiertag zu Ehren des heiligen Georg, deutet bereits darauf hin: William Shakespeare wurde im Laufe der Jahrhunderte immer mehr mit St. Georg identifiziert und seine Verehrung nahm mit der Zeit quasi-religöse Züge an. Mit einem Wort: William Shakespeare ist sakrosankt.

Obwohl es eine Vielzahl von Gründen gibt, die gegen die Autorschaft des Mannes aus Stratford-upon-Avon sprechen, werden alternative Sichtweisen zumeist als Verschwörungstheorien denunziert. Dabei sind es gerade die Verfechter der offiziellen Lehrmeinung – die so genannten „Stratfordianer“ –, die in der Literaturwissenschaft immer noch in der Mehrheit sind, und aufgrund nur einer handvoll gesicherter Fakten dicke Shakespeare-Biografien zustande bringen, die jedoch fast nichts als Vermutungen und Spekulationen beinhalten, die zwar wenig erhellendes über das Leben dieses Mannes beizutragen haben, dafür jedoch viel zu dem um ihn betriebenen Geniekult.

Wer in den Fußstapfen eines anderen wandelt, hinterlässt keine eigenen Spuren.

William Shakespeare

Video: Trailer der Doku „Der nackte Shakespeare“, die hier in voller Länge angesehen werden kann.

Das Shakespeare-Rätsel

Seitdem sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts der gelehrte Geistliche James Wilmot aus Warwickshire auf Spurensuche über Shakespeare begab, war er schockiert, denn was er über ihn herausfand, war: absolut nichts! Und das, obwohl er wochenlang in einem Radius von 50 Meilen um Stratford-upon-Avon Landhäuser auf der Suche nach Quellen, Briefen und Büchern, Bibliotheken und Büchereien durchstöberte. 1781 kam er daher aufgrund des eklatanten Fehlens jeglicher dokumentarischer Erwähnungen Shakespeares zu der Schlussfolgerung, dass der Mann aus Stratford unmöglich der Verfasser der ihm zugeschriebenen Werke sein könne.

Doch auch nach über 200 Jahren weiterer akribischer Recherchen von Heerscharen an Forschern, hat sich an diesem Umstand wenig geändert. Bis heute sind nur wenige Dokumente über Shakespeare aufgetaucht und die Faktenlage viel dürftiger als die über andere, weit weniger bekannte Schriftsteller seiner Zeit. Genau genommen kann man nicht einmal nachweisen, dass er überhaupt Schriftsteller war – ja noch nicht einmal, ob er überhaupt lesen und schreiben konnte. Seine Eltern und Töchter konnten es jedenfalls nicht.

Alle handschriftlichen Hinterlassenschaften Shakespeares, die ihm zugesprochen werden, bestehen aus sechs unsauberen Unterschriften, die zudem sehr unterschiedlich aussehen: Ein wichtiges Indiz dafür, dass sie nicht aus der Feder von ein und derselben Person stammen, und erst recht nicht aus der eines Mannes, der sein ganzes Leben mit schreiben verbracht haben soll. Doch dabei handelt es sich keineswegs um ein einzelnes „Kuriosum“, sondern um einen Befund, der sich auch im Werk des angeblich größten Schriftstellers aller Zeiten widerspiegelt.

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(Ganze sechs Unterschriften: Shakespeares komplette eigenhändige Hinterlassenschaft)

Zudem stehen drei dieser Unterschriften in Zusammenhang mit geschäftlichen oder gerichtlichen Angelegenheiten, während die drei anderen aus seinem Testament stammen, das zwar peinlich genau festlegt, wem seine Hinterlassenschaften zustehen (seine Frau bekam ausdrücklich das „zweitbeste Bett“), jedoch mit keinem Wort irgendwelche Bücher erwähnt, obwohl diese zu seiner Zeit wesentlich wertvoller waren als heute.

In seinem Testament werden zwar drei Schauspieler genannt, doch deren Namen wurden nachträglich zwischen den Zeilen eingefügt. Es gibt keine Angaben über Anteile am Globe- oder Blackfriars-Theater und auch seine Erben erhielten weder Zahlungen davon noch haben sie versucht, solche zu erhalten. Als am 28. Juni 1613 das Globe Theatre abbrannte, wurden in einem öffentlichen Bericht verschiedene Mitarbeiter des Theaters namentlich erwähnt, Shakespeare jedoch mit keinem Wort.

Es gibt weder einen Nachweis, dass Shakespeare selbst oder seine Töchter überhaupt eine Schulbildung genossen haben, dabei muss er als Autor der ihm zugeschriebenen Werke mit Französisch, Italienisch, Latein und Griechisch vertraut gewesen sein. Alle erhaltenen Dokumente belegen nur, dass Shakespeare Handschuhmacher, Kornhändler und Grundbesitzer war – von einer schriftstellerischen Tätigkeit ist darin nie die Rede.

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(Die posthume Büste in der Trinity Church von Stratford vor und nach der Restaurierung)

Entsprechend zeigt die ihm zu Ehren posthum errichtete Büste in der Stratforder Trinity Church eine Skizze vom Anfang des 17. Jh. einen Mann, der einen gefüllten Sack in beiden Händen hält, während die Büste in ihrer heutigen Form stattdessen eine Art Schreibkissen zeigt, auf dem zwei Hände ruhen, die Schreibfeder und Papier halten. Wie auch anhand dieser Büste deutlich wird, deutet zunächst nichts darauf hin, dass er überhaupt Schriftsteller war.

Die dort angebrachte Tafel, die ihn als solchen würdigt, wurde ebenfalls erst später hinzugefügt. Auch alle anderen Porträts, die wir von ihm kennen, sind erst nach seinem Tod entstanden. Somit stammen alle Indizien für seine Berühmtheit als Dichter aus der Zeit nach seinem Tod, was allerdings sehr sonderbar ist für einen Mann, der nicht nur zu Lebzeiten der Beste seiner Zunft gewesen sein soll, sondern auch für die nächsten 400 Jahre.

Alle zeitgenössischen Anspielungen auf Shakespeare sind rätselhaft und scheinen nichts mit dem Leben des Mannes aus Stratford zu tun zu haben. Selbst die Schreibweisen der Namen sind unterschiedlich: Während der Name des Londoner Schauspielers in der bekannten Schreibweise genannt wurde, wird in allen erhaltenen Dokumenten sein Name immer als „Shakspere“ geschrieben – genauso wie bei seinen Eltern und Töchtern.

Als Shakespeare starb, gab es auf ihn keinerlei Nachrufe, während andere Schriftsteller oder Schauspieler seiner Zeit, wie etwa Philip Sidney, Edmund Spenser, Francis Beaumont oder Michael Drayton große Anteilnahme von Kollegen und der Öffentlichkeit erfuhren (siehe: Charlton Ogburn, „The Mysterious William Shakespeare“, McLean 1984, S. 112).

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Dem Okkultisten Manly Palmer Hall sind zudem Widersprüche im Charakter Shakespeares zu seinem Ruf als Autor aufgefallen: „Auch das Leben Shaksperes weist einige absurde Aspekte auf, die ihn unglaubwürdig erscheinen lassen. Warum kümmerte er sich auf der Höhe seiner literarischen Karriere um den Einkauf von Malz, um damit eine Bierbrauerei zu starten? Man stelle sich den unsterblichen Shakespeare – den Autor des Kaufmanns von Venedig – als Geldverleiher vor! Und doch ist bekannt, daß Shakspere u. a. gegen einen Philip Rogers einen Prozeß anstrebte, weil dieser ihm einen Kredit über zwei Schilling nicht zurückgezahlt hatte! Mit anderen Worten: Nichts im Leben von Shakspere weist darauf hin, daß er ein Mann war, der ein literarisches Werk von Weltbedeutung hätte hervorbringen können.“

Obwohl der Mann aus Stratford in viele kleinliche Rechtsstreitigkeiten verwickelt war (u.a. weil er sich selbst weigerte, eine relativ geringe Summe von wenigen Schillingen zurückzuzahlen, die sich seine Frau während seiner Abwesenheit geliehen hatte), erschienen mindestens 16 „seiner“ Dramen erst sieben Jahre nach seinem Tod im Jahre 1623, wobei nicht nachvollziehbar ist, warum er nicht früher versucht haben soll, diese zu Lebzeiten zu veröffentlichen, um seinen Lebensunterhalt damit zu finanzieren, zumal ihm Geldangelegenheiten ansonsten äußerst wichtig waren.

Während seine Sonette bereits 1609 (d.h. sieben Jahre vor seinem Tod) veröffentlich wurden, ist nichts darüber bekannt, dass er versucht haben soll, hierfür irgendwelche Geldzahlungen zu erhalten. Außerdem wird in der Einleitung merkwürdigerweise indirekt mitgeteilt, dass der Autor dieser Werke bereits gestorben war. Obwohl der Inhalt der Sonette wie ein persönliches Tagebuch war, scheint ihn die Veröffentlichung seiner geheimsten Gedanken jedoch nicht im Geringsten gestört zu haben.

Obwohl nichts darauf hinweist, dass er vor 1585 seine Heimatstadt verlassen hat und seine Übersiedelung nach London nur auf Vermutungen basiert, enthalten Shakespeares Dramen keinerlei Bezüge zur näheren Umgebung seiner Heimatstadt, dafür jedoch viele zu Intrigen am königlichen Hof aus der Zeit von 1576 bis 1585, über die nur ein Insider verfügt haben kann.

Ähnlich wie bei der Bibel, gibt es auch in Bezug auf Shakespeares Werke „Apokryphen“, die nicht Teil der kanonischen Schriften sind, da sie zwar nicht mit seinen Lebensdaten in Einklang gebracht werden können, aber dennoch inhaltlich und stilistisch sehr genau mit seinen offiziell anerkannten Werken zusammenpassen (War Jesus Caesar? 2000 Jahre Anbetung einer Kopie (Videos)). Um diesen Umstand zu erklären, werden einige davon auf Werke anderer Autoren zu einem früheren Zeitpunkt datiert, die Shakespeare weitgehend übernommen haben soll, und was ihm zu einem Plagiator machen würde.

Obwohl keine Dokumente belegen, dass Shakespeare Kenntnisse über Seefahrt, Italien, Militärdienst, Rechtswissenschaft, Fremdsprachen, klassische Literatur der aristokratische Neigungen wie Falknerei oder Turnierspiele erworben haben konnte, enthalten seine Werke auf all diesen Gebieten ein ausgesprochenes Fachwissen. Es ist nicht nur außergewöhnlich, dass der Mann aus einfachen Verhältnissen all diese Kenntnisse gehabt haben soll, sondern dass überhaupt ein einzelner Mensch dazu in der Lage gewesen sein kann, sich in nur 52 Lebensjahren diesen enormen Wissensschatz anzueignen, ohne nachweislich je im Besitz eines einzigen Buches gewesen zu sein oder eine Bibliothek zur Verfügung zu haben.

Doch damit nicht genug: Der Autor von Shakespeares Werken verfügte zudem über einen ungeheuer großen Wortschatz von 29.000 Wörtern, d.h. mehr als alle anderen englischsprachigen Autoren seiner Zeit, obwohl sich darunter Gelehrte befanden wie Francis Bacon, der 40 Jahre seines Lebens studierte und die Universität von Cambridge wieder verließ, weil er dort nach eigenen Angaben nichts mehr dazulernen konnte. Allein der Literaturnachweis über alle Bücher, auf die in Shakespeares Werken Bezug genommen wird, füllt acht dicke Bände – dabei waren manche der verwendeten Bücher zu Shakespeares Zeit in England überhaupt nicht erhältlich!

Es ist auch vollkommen unklar, wie ein so dermaßen belesener Mann gleichzeitig seinen anderen Geschäften nachgegangen sein kann und dabei noch als Schauspieler aktiv gewesen soll, und ungeachtet dessen, dass er zu Lebzeiten mit keinem seiner angeblichen Werke Geld verdiente, so wohlhabend geworden war, um sich in Stratford mehrere Häuser leisten zu können. Zwar wird behauptet, dass er Gönner wie den Grafen von Southampton gehabt haben soll, aber auch das ist nicht belegt.

Sonderbar ist auch, dass sich kein Schriftwechsel zwischen Shakespeare und anderen Schriftstellern nachweisen lässt. Die existierenden Anspielungen seines Kollegen Ben Jonson auf Shakespeare sind vage, widersprüchlich und rätselhaft. Einer der berühmtesten Schauspieler und Theaterbesitzer zur Zeit Königin Elisabeths I., Edward Alleyn, erwähnt in seinen Tagebüchern viele Dramatiker und Theaterleute seiner Zeit, aber Shakespeares Namen nicht ein einziges Mal. Auch der Londoner Theaterdirektor Philip Henslowe nannte zwar alle Schriftsteller, die für ihn arbeiteten, und auch einige Werke, die unter dem Namen Shakespeares bekannt sind – ihn selbst jedoch mit keinem Wort.

Obwohl er über 20 Jahre in London gelebt haben soll, wird weder von Gelehrten seiner Zeit noch von Seiten des Adels etwas über ihn berichtet, obwohl der Autor seiner Werke – wie bereits erwähnt – über intime Details aus dem englischen Königshaus verfügt haben muss. Auch in William Camdens Buch „Britannia“ von 1610 wird Shakespeare – im Gegensatz zu seiner Heimatstadt – nicht erwähnt; auch in Camdens Annalen des Jahres 1616 wird nichts über den Tod Shakespeares berichtet, obwohl er ein umfassend gebildeter Historiker war.

Vom Dichter Michael Drayton stammt eine Karte aus dem Jahre 1613, in der alle Orte Englands von besonderem Interesse genannt sind, allerdings ohne Stratford, obwohl er selber aus der Nähe stammt und den berühmten Mann aus der Stadt sicher gekannt haben müsste, zumal sich Drayton selbst von Shakespeares Werken hat inspirieren lassen. Obwohl Dr. John Hall Shakespeares Schwiegersohn war und alle Krankengeschichten seiner Patienten detailliert aufgeschrieben hatte, erwähnt er ihn bei seinen Aufzeichnungen ebenfalls mit keinem Wort – im Unterschied zu Drayton, den er einen hervorragenden Dichter nannte.

1642 war der Militärarzt James Cooke in Stratford stationiert und besuchte Shakespeares Tochter Susanna, die inzwischen verwitwete Susanna Hall, um ihm Manuskripte oder Bücher ihres Vaters zu zeigen, doch zu seiner großen Überraschung und Enttäuschung besaß sie nichts dergleichen, sondern stattdessen nur schriftliche Unterlagen ihres verstorbenen Mannes, des Arztes Dr. Hall. Außerdem konnte Susanna nur mit Mühe ihren Namen schreiben.

All dies lässt die Urheberschaft des Mannes aus Stratford-upon-Avon an den Werken, die unter dem Namen „William Shakespeare“ zu Weltruhm gekommen sind, äußerst unglaubwürdig erscheinen. So kommt auch der berühmte Shakespeare-Forscher Horace Howard Furness zu folgender Schlussfolgerung:

Ich bin einer von den vielen, welche nie im Stande gewesen sind, das Leben William Shakespeares und die Dramen Shakespeares innerhalb des Raumes einer Planetenbahn einander nahe zu bringen. Es gibt in der Welt nicht zwei miteinander weniger verträgliche Dinge.

Horace Howard Furness (1833-1912)

Weitere prominente Persönlichkeiten, die ihre Zweifel an der Autorschaft Shakespeares geäußert haben, sind z.B. Charles Chaplin, Sigmund Freud, Orson Welles oder Charles Dickens, um nur einige zu nennen. Einer der vehementesten Kritiker war jedoch Mark Twain, der sich in seinem letzten Buch „Ist Shakespeare tot?“ (1909) wortgewaltig mit der Absurdität der offiziellen Lehrmeinung auseinandersetzte:

Video:

Erklärungsansätze

Einer der möglichen Gründe, warum der Name „William Shakespeare“ ein Pseudonym für einen anderen Autor (oder auch mehrere) gewesen zu sein scheint, könnte mit der machtpolitischen Instabilität Englands zu jener Zeit zusammenhängen. Das Land, das sich erst 1531 mit der Gründung der Anglikanischen Kirche vom Vatikan losgesagt hatte, weil Papst Clemens VII. sich weigerte, die Ehe von König Heinrich VIII. zu annullieren, war immer wieder Versuchen Roms ausgesetzt, seine Machthaber zu stürzen. In diesem politischen Umfeld konnte jegliche kritische Äußerung eines Autors als Versuch gewertet werden, den Königsthron zu usurpieren, weshalb es insbesondere Edelleute von hohem Stand häufig vermieden, unter ihrem eigenen Namen ihre Gedanken zu Papier zu bringen, um nicht in den Verdacht zu geraten, ein Komplott gegen das Königshaus zu schmieden.

Kurz gesagt: Alle Versuche von Autoren, auf die Gesellschaft aufklärerisch einzuwirken, konnten lebensgefährlich sein und nahmen häufig tatsächlich einen tödlichen Ausgang. Aus diesen Gründen kursierte solchermaßen verbotenes Wissen oft nur innerhalb von Geheimbünden wie den Rosenkreuzern und Freimaurern – oder unter dem Schutz eines Pseudonyms.

Wirkungsvoller als ein frei erfundener Name war jedoch der Name einer realen Person, der man bei eigener Gefahr bequem die Schuld in die Schuhe schieben konnte, d.h. idealerweise der eines Mannes von niedrigem Stand und großem Ehrgeiz, aber nicht sonderlich beliebt. Mit anderen Worten: Man brauchte jemanden, dem man einerseits überzeugend eine mögliche Autorschaft andichten konnte, der aber auch ein leichtes Opfer war – weil er nicht von einflussreichen Förderern protegiert wurde, die ihre schützende Hand über ihn hielten –, jemanden, den kaum jemand kannte und den auch niemand sehr vermissen würde: einen Mann wie William Shakspere aus Stratford-upon-Avon.

So oder so ähnlich dachte möglicherweise auch Francis Bacon über diesen Mann, der sich als Stallbursche seines Vaters verdingte und der für eine erkleckliche Summe nicht abgeneigt war, seinen Namen für einen der größten Schwindel aller Zeiten zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig war es wichtig, dass er über diese heimliche Übereinkunft Stillschweigen bewahrte und sämtliches Beweismaterial darüber verschwinden ließ, was ihm offenbar auch hervorragend gelungen ist.

Dass William Shakespeare sich darüber im Klaren gewesen sein muss, dass die Stücke unter seinem Namen veröffentlicht wurden, darauf deutet eine Anspielung in einem Dokument von 1592 hin, in welchem sich der Dichter Robert Greene über einen „Emporkömmling“ echauffiert, der sich Dinge anmaße, die ihm nicht zustünden, da er nicht wie andere angesehene Schriftsteller an einer Universität studiert habe:

„Denn es gibt eine emporgekommene Krähe, fein herausgeputzt mit unseren Federn, die mit ihrem Tigerherz, in einem Schauspielergewand versteckt, meint, Blankverse ausschütten zu können wie die Besten von euch; und als ein absoluter Hans-Dampf-in-allen-Gassen kommt er sich als der einzige Theater-Erschütterer im Land vor.“ Auch wenn Shakespeares Name nicht eindeutig genannt wird, so kann Greenes Formulierung „Shake-scene“ als „Theatererschütterer“ bzw. „Erschütterer der Theaterszene“ doch als deutliche Anspielung auf den Mann aus Stratford verstanden werden.

Ein weiteres Indiz dafür, dass es sich beim Namen „Shakespeare“ um einen Tarnnamen gehandelt hat, ist der Charakter „Falstaff“, der zunächst in „Heinrich VI., Teil 1“ aus dem Jahre 1597 auftauchte, und der 1599 in „Heinrich V.“ getötet wurde, jedoch seltsamerweise 1600 in „Die lustigen Weiber von Windsor“ wiederauferstand. Der Name „Falstaff“ leitet sich vom englischen „false staff“ (falscher Stab) ab, was auch als „falscher Speer“ verstanden werden kann bzw. darauf, dass Shakespeare nicht der wahre Autor ist.

Dass Shakespeare einen angeborenen Instinkt für Diebstahl und Erpressung hatte, geht aus der Formulierung des Festredners Kuno Fischer von 1895 hervor: „In Wahrheit sei dieser William Shakespeare ein Bauernjunge aus Warwickshire, ein roher und gemeiner Fleischergeselle in Stratford gewesen, der nach einer Reihe törichter und schlechter Jugendstreiche, nach einer eiligen und unglücklichen Heirat, nach Wilddiebereien und boshaften Pamphleten gezwungen war, seine Vaterstadt zu verlassen; flüchtig, arm und verlumpt sei er nach London gekommen…“

Da der historische Shakespeare, nach allem was wir heute von ihm wissen, ein ruhmsüchtiger und geldgieriger Mensch gewesen sein muss, wäre es nicht verwunderlich, wenn er versucht haben sollte, immer mehr Geld für sein Schweigen zu erpressen – und was ihm schließlich zum Verhängnis geworden sein könnte.

Nicht nur würde dies erklären, wie es ihm gelungen ist, zu seinem mysteriösen Reichtum zu gelangen, sondern auch, warum er im frühen Alter von 52 Jahren nach einem Trinkgelage so plötzlich gestorben ist. Indem Shakespeares Verhalten immer unberechenbarer wurde und der ganze Schwindel aufzufliegen drohte, ist es gut möglich, dass Ben Jonson – der Dichter und Weggefährte Francis Bacons, der ihn als letzter lebendig gesehen haben soll – „Arsen in das Bier des Schwachkopfes“ getan hatte.

Fortsetzung folgt…

Literatur:

Geschichte, Mythen, Katastrophen: Über Velikovsky hinaus von Heribert Illig

Internationales Freimaurerlexikon von Eugen Lennhoff

Wer hat an der Uhr gedreht? Wie 300 Jahre Mittelalter erfunden wurden von Heribert Illig

Quellen: PublicDomain/shakespeare-today.de/zeitenschrift.com/maki72 für PRAVDA TV am 25.04.2016

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