Fund in Polen? Rätsel um mysteriösen Panzerzug mit Nazi-Gold (Nachtrag II)

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Im polnischen Niederschlesien sorgt derzeit ein Schreiben des Anwalts Jaroslaw Chmielewski an die Gemeinde Walbrzych für Aufregung: Zwei seiner Mandanten – einer der Männer soll ein Deutscher sein – melden Ansprüche auf Finderlohn für einen angeblich von ihnen entdeckten gepanzerten deutschen Zug aus dem Zweiten Weltkrieg an. Laut Spekulationen könnte sich geraubtes Gold in dem Gefährt befinden. Ehe ihnen nicht zehn Prozent Finderlohn zugesichert werden, wollen die Mandanten des Anwalts allerdings keine näheren Angaben machen.

Seit Jahrzehnten sind in Polen Gerüchte über Schätze und Raubgold in den Tunneln und Stollen der Bergbauregionen im Umlauf. Es geht um Schätze, die die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs etwa von ermordeten Juden geraubt hatten und die sie vor dem Ende des Krieges nicht mehr rechtzeitig in den Westen schaffen konnten.

Polizei „bereit für Sicherungsmaßnahmen“

In Walbrzych (Waldenburg) geben sich die Behörden noch bedeckt: Ja, das Schreiben sei eingegangen, die Angelegenheit werde geprüft. Als völlig abwegig wird der angebliche Fund in der Bergbaustadt offenbar nicht gehandelt, denn es gab bereits ein Treffen mit Vertretern von Polizei, Feuerwehr und Militär. „Wir sind bereit, Sicherungsmaßnahmen durchzuführen“, sagte eine Polizeisprecherin im Nachrichtensender TVN24.

Auch Gemeindevorstand Jacek Cichura sagte, es gehe vorrangig um die Sicherheit der Bevölkerung. „Wenn der Zug tatsächlich existiert, ist er wahrscheinlich vermint. Er kann auch eine große Menge des Grubengases Methan erhalten“, sagte er der „Gazeta Wyborcza“. Die Zeitung berichtete am Donnerstag unter Berufung auf einen anonymen Informanten, die Schatzsucher hätten den Zug mithilfe von Georadaren in der Umgebung Walbrzychs gefunden. Er soll sich bis zu 70 Meter unter der Erde befinden.

Am Donnerstag berichtete der Rundfunksender Radio Wroclaw von neuen Spekulationen über den Fundort – der Zug befinde sich womöglich unter einer ehemaligen Bahnstation in Walim, wo im Mai heimlich gegraben wurde. Sechs Bohrlöcher wurden auf dem Gelände entdeckt – einen Antrag auf Grabungserlaubnis habe niemand gestellt, so Bürgermeister Adam Hausman. Zeitzeugen zufolge wurde im Mai 1945 in Walim ein Konvoi gesichtet, dessen Wagen die Zeichen der Reichsbank trugen.
Anwalt: „Mich wundert, dass von Gold die Rede ist“

„Das ist ein Fund von Weltrang, vergleichbar mit der ‚Titanic'“, trumpfte Anwalt Chmielewski im Gespräch mit Radio Wroclaw auf. Doch dem Juristen geht es eher um die historische Bedeutung: „Mich wundert, dass von Gold die Rede ist“, sagte er. „Niemand weiß, was im Inneren des Zuges ist. Das kann ganz gewöhnliches Industriematerial sein.“ Über seine Klienten schweigt sich der Anwalt aus: Er wisse eigentlich gar nichts über den Fall, versicherte er aufgeregten Journalisten. „Ich habe nur eine Rechtsberatung gegeben.“

Joanna Lamparska, eine niederschlesische Lokalhistorikerin, verwies darauf, dass in der Region um Walbrzych in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs gleich zwei Züge mit Nazi-Gold verschwunden sein sollen. So jedenfalls erzählt es die örtliche Legende. „Niemand konnte jemals die Existenz dieser Züge beweisen“, warnte sie im Gespräch mit TVN24 vor überhöhten Erwartungen – auch wenn ein tatsächlicher Fund eines deutschen Zuges eine „unglaubliche Entdeckung“ wäre.

Immer wieder Spekulationen über Schätze unter der Erde

Ganz neu ist die Schatzsuche in den Tunneln und Schächten Niederschlesiens nicht. In der Nähe von Walbrzych befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein weitreichendes Tunnelsystem. Wegen der Luftangriffe in der Endphase des Krieges sollte die deutsche Industrieproduktion unter die Erde verlagert werden (Verschollener Bunker in Österreich entdeckt: Ließen die Nazis hier die Atombombe bauen?). Vor Jahren machten bereits einmal Gerüchte die Runde, dass sich das legendäre Bernsteinzimmer in der Region befinden könnte, etwa in einem Tunnel mit Verbindung zum Fürstenschloss von Walbrzych.

Bisher wurde nichts gefunden.

Auch nun blühen wieder Spekulationen: So werden einmal bis zu 300 Tonnen Gold in dem geheimnisvollen Zug vermutet, einmal eine Ladung Diamanten.

Nachtrag 27.08.2015

Gold-Zug aus der Nazizeit existiert tatsächlich

Polen bestätigt den Fund eines gepanzerten Zuges aus dem Zweiten Weltkrieg. Gerüchten zufolge soll er mit Juwelen, Gold und Kunstgegenständen beladen sein.

Die Existenz eines legendenumwobenen «Nazi-Zugs» in Niederschlesien ist offiziell bestätigt worden. «Der Ort bleibt geheim», sagte Zygmunt Nowaczyk, Vize-Bürgermeister von Walbrzych (Waldenburg) in Niederschlesien, am Mittwoch. Er vermied es zudem, von einem Zug zu sprechen, und benutzte stattdessen das Wort «Fund».

Ein Deutscher und ein Pole hatten vor einer Woche über einen Anwalt mitteilen lassen, sie hätten Hinweise auf einen 120 bis 150 Meter langen gepanzerten Zug. Die beiden Schatzjäger, die anonym bleiben wollen, hoffen auf einen Finderlohn.

In der Nähe von Walbrzych gibt es eine ganze Reihe unterirdischer Stollen, die die Nazis unter dem Codenamen «Riese» hatten bauen lassen. Geschützt vor Luftangriffen der Alliierten sollten dort ursprünglich Waffen produziert werden. Ein Teil der Stollen ist heute für Touristen offen. Das Tunnelsystem zieht aber auch viele Schatzsucher an.

«Fund» ist Staatseigentum

Die Berichte über den Fund heizten in Polen die Gerüchte um einen Nazi-Zug voller Gold und Schmuck an, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der Region verschwunden sein soll.

Nowaczyk stellte klar, dass der «Fund» unabhängig von seinem Wert dem polnischen Staat gehöre. Der Anwalt der beiden Finder, Jaroslaw Chmielewski, sagte, die «staatlichen Instanzen» müssten entscheiden, was aus dem Fund werde.

Nachtrag 31.08.2015

Normalerweise freut sich wohl jede Stadt über mehr Touristen. Doch der polnische Ort Walbrzych bekommt in diesen Tagen verstärkt Besuch von Menschen, die offenbar auf das große Schatzsucherglück hoffen.

Ein Deutscher und ein Pole hatten vor einer Woche über einen Anwalt von dem Fund berichtet und die Georadaraufnahme vorgelegt. Für die Herausgabe von Informationen zum genauen Fundort verlangten sie eine Belohnung – und wandten sich zunächst an die Behörden der nächstliegenden Stadt Walbrzych (Waldenburg) in Niederschlesien. Die Stadt hatte den Fall nach Warschau weitergereicht.

In einem unterirdischen Versteck wird zwischen den Kilometerpunkten 60 und 65 der angebliche Zug vermutet. Über dessen Ladung wird nicht nur in Polen heftig spekuliert.

Da in der Umgebung seit Tagen Möchtegern-Schatzgräber auftauchen, verstärkte die Polizei ihre Patrouillen. Auch Zivilstreifen seien im Einsatz, hieß es. Bei der Bezirksverwaltung in Breslau tagte ein Krisenstab, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Behörden warnten Schatzsucher vor möglichen Minen in den unterirdischen Tunneln.

Zudem beschäftigt ein mysteriöser Brand die Behörden. Mitten auf der Strecke, wo der Zug vermutet wird, brach in der Nacht ein Feuer aus. In dem unzugänglichen Waldgelände, durch das die Bahnstrecke zwischen Walbrzych und Breslau verläuft, wurden etwa 200 Quadratmeter Wald zerstört, teilte die Feuerwehr mit. Der Vorfall ereignete sich bei Kilometerpunkt 61.

Polnische Medien sprechen von einem „touristischen Boom“ in den vergangenen Tagen. In Walbrzych seien zum Wochenende extra Touren für ausländische Gäste angeboten worden. Das nördlich der Stadt gelegene Schloss Ksiaz (Schloss Fürstenstein) sei ein zentraler Anlaufpunkt für Touristen und Schatzsucher, schreibt das US-Magazin „Forbes“. Die Nationalsozialisten errichteten während des Zweiten Weltkriegs ein Tunnelsystem unterhalb des Schlosses.

Literatur:

Wer Hitler mächtig machte: Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten von Guido G. Preparata

Hitlers amerikanische Lehrer: Die Eliten der USA als Geburtshelfer der Nazi-Bewegungvon Hermann Ploppa

Die Holocaust-Industrie: Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird von Norman G. Finkelstein

Wall Street und der Aufstieg Hitlers von Antony C. Sutton

Quellen: GoogleMaps/krone.at vom 20.08.2015

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