Zahlungs- und Tauschmittel in Krisenzeiten: Was lohnt sich wirklich

2017 feiert der Euro sein 15-jähriges Jubiläum – und das trotz aller Zweifel an der neuen Währung. Wie eh und je genießt er nicht den besten Ruf unter Experten und die Vergangenheit hat die Instabilität der EU-weiten Währung immer wieder gezeigt. Und nach wie vor ist eine handfeste Euro-Krise jederzeit denkbar.

Doch auch in allen anderen Krisenszenarien sind wir früher oder später auf wertvolle Zahlungs- und Tauschmittel angewiesen. Wir verraten Ihnen deshalb, mit welchen Währungen, Edelmetallen und Vorräten Sie sich am besten auf die Krise vorbereiten. Von Gerhard Spannbauer.

Gold und Silber: Immer die richtige Wahl?

Geld hat nur so lange einen Gegenwert, wie ihm andere Vertrauen schenken und es von ihnen akzeptiert wird. Tatsächlich ist es nur eine digitale Zahl bzw. ein bedrucktes Papier ohne inneren Gegenwert. Dessen muss man sich bei allen Finanzüberlegungen bewusst sein.

Im ernsten Krisenfall zählen nur handfeste Werte, die nicht von schönen Worten der Politiker abhängen. Kein Händler wird Ihnen dann irgendein Produkt gegen ein Stück Papier geben, wenn er nicht sicher ist, dass er damit seinerseits einkaufen kann.

Daher dürfen die Edelmetalle Gold und Silber als (Not-)Zahlungsmittel in keinem Haushalt fehlen. Edelmetalle sind für zwei Szenarien unverzichtbar: Bei einem Zusammenbruch der Währung(en) als Notzahlungsmittel und zur Sicherung des eigenen Kapitals für Nachkrisenzeiten (Notfallrucksack: Unterwegs in der Krise (Video)).

Was muss man beim Bevorraten von Edelmetallen beachten?

Zunächst muss man darauf achten, dass die Edelmetallreserven jederzeit verfügbar sind – in einem Schließfach in der Schweiz oder in Übersee sind Gold und Silber nahezu wertlos, solange man nicht schnell darauf zugreifen kann.

Eine Aufbewahrung in den eigenen vier Wänden ist daher unerlässlich. Gold zuhause unauffällig aufzubewahren ist kein Problem, da es sehr kompakt ist; aber auch für eine gewisse Menge Silber lassen sich dezente Verstecke finden. Größere Mengen können im eigenen Garten absolut sicher versteckt werden.

Bedenken sollte man ferner, dass selbst kleine Mengen des Edelmetalls sehr wertvoll sind – im Tausch gegen ein paar Konserven oder eine Flasche Wasser macht man damit ökonomisch gesehen ein dickes Minusgeschäft, wenn man nicht über sehe kleine Einheiten verfügt (Krisenvorsorge: Die 4 besten Wasserfilter-Methoden im Vergleich (Video)).

Silber als Alternative zu Gold?

Silber ist in diesen Krisen-Alltagssituationen die praktikable Alternative: die kleinen Stückelungen kann man ideal zum Tausch von lebensnotwendigen Gütern einsetzen. Auch das Risiko eines Silberverbots ist im Vergleich zum Goldverbot gering. Doch auch hier ist beim Kauf Vorsicht geboten, denn nicht jede Silbermünze besteht auch komplett aus Silber. So wird die deutsche 10-Euro-Silbergedenkmünze seit Mai 2011 nur noch als Kuper-Nickel-Legierung herausgegeben.

Die Faustregel vergangener Tage lautete: Im Krisenfall benötigt man etwa eine Unze Silber, um eine vierköpfige Familie eine Woche lang zu ernähren (Krisenvorsorge: Ich habe mich von der Notvorratsliste des Bundes ernährt).

Wie legt man sein Geld am besten in Silber an?

Die erste Empfehlung lautet in den gängigen 1-Unzen Münzen Maple Leaf, Philharmoniker, American Eagle etc. Dies sind sehr bekannt und bieten ein gutes Preisleitungsverhältnis. Als Tauschmittel, das hierzulande auf breite Akzeptanz stößt, empfehlen sich die Silbergedenkmünzen der Deutschen Bundesbank.

Entweder die 10-DM Münzen, die bis 1997 mit einem Silbergehalt von 62,5 Prozent Feinsilber hergestellt wurden oder besser diejenigen ab 1998 mit dem hohen Silbergehalt von 925. Möchte man eine Silbermünze kaufen, sollte man sich für die 10-Euro-Gedenkmünze aus den Jahren 2002 – 2010 (925 Silbergehalt) oder für die Münze mit dem Motiv „200. Geburtstag Franz Liszt“ (625er Silber) von Februar 2011 entscheiden.

Selbst bei fallenden Silberpreisen kann man diese Münzen zeitlich unbegrenzt (sofern keine Änderung der Gesetze erfolgt!) bei der Bundesbank gegen den Nennwert von rund 5 bzw. 10 Euro eintauschen.

Auch Bargeldvorräte können in der Krise empfehlenswert sein

Während der Anfänge einer Krise oder auch während „kleinerer“ Finanzkrisen kann es sich auch bei Bargeld weiterhin als empfehlenswertes Zahlungsmittel handeln. Schließen nämlich die Banken, kommen Verbraucher so schnell nicht mehr an neues Geld – dies zeigte unter anderem die Pleite der Weserbank vor einigen Jahren, bei der die Kunden zwei Monate warten mussten, bis sie wieder Geld abheben konnten. Für diese und andere Fälle sollte man einen Bargeldvorrat für mindestens ein bis drei Monatsausgaben zu Hause zu verwahren.

Um das Risiko zu streuen, kann man ein Drittel in Silbermünzen, ein Drittel in kleinen Euroscheinen und ein Drittel in Fremdwährungen anlegen. Im Idealfall besorgt man sich hierfür Buchsafes und eine feuerfeste Geldkassette, welche die Vorräte vor Feuer, Löschwasser und Diebstahl schützt (Versorgen Sie sich selbst – machen Sie sich unabhängig: Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten).

Tauschmittel dürfen nicht fehlen

Neben Zahlungsmitteln dürfen auch Tauschmittel in der Krise nicht fehlen: Abhängig vom Ausmaß der Krise und vom persönlichen Vermögen können Vorräte an Tabak, Alkohol und Kaffee möglicherweise sogar wertvoller sein als Edelmetalle und Bargeld. Bei entsprechendem Bedarf sind Menschen bereit, horrende Preise zu zahlen, um ihr Verlangen zu stillen – dies gilt für die Sucht nach Zigaretten gleichermaßen wie für Alkohol (Krisenvorsorge: Die 5 besten Geschenke für (angehende) Prepper).

Doch auch Luxusprodukte wie Schokolade, Parfum, Deo oder frühere Selbstverständlichkeiten wie Toilettenpapier können in einer Krise einen hohen Wert erreichen. Denken Sie deshalb daran, auch ein ausreichendes Maß an Tauschmitteln zu bevorraten – hierzu können unter anderem folgende Produkte gehören:

Die meisten dieser Produkte kann man auch mit wenig Geld und wenig Platz problemlos bevorraten und somit nicht nur einen großen Vorrat an nützlichen Haushaltsprodukten für die eigene Familie sorgen, sondern auch ausreichend Tauschmittel für schwerere Zeiten lagern.

Literatur:

Fluchtrucksack: Alles was Du fuer den Notfall einpacken musst von A. Carley

Fluchtrucksack: So geht’s richtig! von Niklas Raab

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten von Lars Konarek

Quellen: PublicDomain/krisenvorsorge.com am 07.04.2017

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