Elite: Die hohe Kunst der Plünderung

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Wie einlussreiche britische, europäische und US-amerikanische Familien und Konzerne, die mit Hitler vor dem Krieg Handel trieben, auch vom Fall Berlins profitieren und die Schätze der Nazis nicht den alliierten Regierungen in die Hände fallen lassen wollten.

Das Gesicht des Verrats und die Brücke von Arnheim

Wenn es nach dem ehemaligen US-Präsident Bush ging, würde sich das amerikanische Demokratiesystem über die ganze Welt ausbreiten. Manche jedoch wenden ein, die amerikanische Form von „Demokratie“ habe mit echter Demokratie wenig zu tun und ähnele vielmehr einer immer wiederkehrenden faschistischen Diktatur, die allein den Interessen einer reichen Elite sowie den Großkonzernen verpflichtet sei.1

Dieser Regierungsform, so behaupten sie, liege die aus Europa stammende synarchistische Bewegung zugrunde, die in den 1870ern von Joseph Alexandre Saint-Yves d’Alveydre gegründet wurde. Saint-Yves betrachtete die mittelalterlichen Tempelritter als die Synarchisten ihrer Zeit, und die Ideale der Templer sind es daher auch, die seinen Ideen als Grundlage dienen.

Die von Saint-Yves begründete Bewegung wurde in den 1920ern nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Unterzeichung des Versailler Vertrags populär.2 Im wesentlichen postuliert die Synarchie die Kontrolle einer Regierung durch eine geheime Gesellschaft oder Gruppe – „durch eine aus wissenden Eingeweihten bestehenden Elite, die im Hintergrund die Fäden zieht“.3 Die Autoren Lynn Picknett und Clive Prince beschreiben dies folgendermaßen: „… daher ist es gleich, welche politische Partei in einem Land das Sagen hat – oder was für ein politisches System es besitzt. Die Synarchisten gehen einfach hin und bringen die wichtigsten staatlichen Institutionen unter ihre Kontrolle.“4

Eine dieser Geheimgesellschaften, die es wert ist, näher betrachtet zu werden, ist der Skull&Bones-Orden der US-amerikanischen Universität Yale (Skull & Bones, die Elite des Imperiums). Die Aufnahme in diesen Orden erfolgt durch komplizierte Rituale und geht mit einem Namenswechsel einher. Der Neugetaufte legt seinen Familiennamen ab und nimmt die Ritterschaft an. Zu den Bonesleuten gehören George W. Bush, sein Vater George Bush senior und der US-Außenminister John Kerry. Auch Prescott Bush, der Vater von George Bush senior, war ein Mitglied des Ordens, und so auch sein Lieblingsonkel, Herbert („Herbie“) Walker.

Tatsächlich stehen die meisten Familien des sogenannten „Ostküsten-Establishments“ mit dem Skull&Bones-Orden in Verbindung. In seiner bahnbrechenden vierbändigen Reihe „The Secret Cult of the Order“ sagt Professor Anthony C. Sutton, daß dieser US-amerikanische Orden durch die Rhodes/Milner-Gruppe in Oxford zwar mit Großbritannien verbunden sei, seine Wurzeln aber in Deutschland habe. Auch wenn der Orden noch bis vor kurzem eindeutig antisemitische Tendenzen gezeigt hat, besitzt er Verbindungen zu den Familien Guggenheim, Schiff und Warburg. Suttons eigene Nachforschungen ergaben, daß der Orden mit „der Gründung und dem Erstarken des Nazismus“ im Zusammenhang stehe,5 weshalb er es für wahrscheinlich hält, daß das deutsche Vorbild die Bayerischen Illuminaten waren (Illuminati: Ziele und ein Blick hinter die Kulissen).

Die politische Dynastie wie auch der Reichtum der Bushs erwuchsen aus den Naziverbindungen durch Prescott Bush, der für den Nazimagnaten Fritz Thyssen arbeitete. Auch Bushs Onkel Herbie war bei Thyssen beschäftigt.6 Ein noch dunkleres Kapitel im Leben von Prescott Bush wurde von einem niederländischen Geheimdienstagenten offengelegt, der angab, Prescott Bush habe einen Teil des Arbeitslagers geleitet, das zu einer Anlage des riesigen Chemiekartells IG Farben bei Auschwitz gehörte – dem berüchtigten Konzentrationslager der Nazis.7 Ein Mitarbeiter Prescott Bushs war Allen Dulles, der im Anschluß an eine überaus fragwürdige Karriere während des Zweiten Weltkriegs, als er dem Schweizer Außenposten des US-Geheimdienstes OSS (Office of Strategic Services) vorstand, die CIA leiten sollte. Vor dem Krieg war Dulles der US-Rechtsberater der IG Farben gewesen. Er beriet auch Fritz Thyssen in Rechtsfragen. All diese Verbindungen riechen stark nach Vetternwirtschaft. Manche sehen sogar Verrat in ihnen.

Die Hauptwachstumsphase des Synarchismus folgte unmittelbar auf die Russische Revolution und führte 1922 zur Entstehung der europaübergreifenden Bewegung „Pan European Movement“(PEM). Die PEM wurde von vielen Mächtigen Deutschlands willkommen geheißen – unter anderem von dem wohlhabenden Bankier Max Warburg, der die Bewegung finanziell unterstützte. Merkwürdigerweise half Warburg gleichzeitig Lenin dabei, 1917 nach Rußland zurückzukehren, und unterstützte so die Bolschewistische Revolution, die Hitler später ein solcher Dorn im Auge werden sollte.8 Wußte hier die linke Hand einfach nicht, was die rechte tat, oder ist dies ein Beispiel für die Hegelsche Dialektik, die dazu dient, Konflikte zu erzeugen, um sich die zukünftige Gestalt und Richtung der Menschheitsgeschichte zurechtzuformen? (Stereotype US-Großkapitalisten, NGOs, Kommunismus und die Bolschewistische Revolution).

In jedem Fall jedoch war, neben Max Warburg und seinen Geldern, noch ein weiterer deutscher Bankier in Gestalt von Hjalmar Schacht beteiligt, der auf der ersten Großversammlung der PEM in Berlin sprach. Schacht sollte später unter Hitler Wirtschaftsminister und Präsident der Reichsbank werden. Wer an Zufälle glaubt, sollte sich den folgenden ansehen: Das Dokument, das Hjalmar Schacht zum Präsidenten der Reichsbank machte, wurde von Hitler und Max Warburg gemeinsam unterzeichnet. Das stelle man sich vor! Paul Warburg, Max’ Bruder, hatte eine leitende Funktion im US-Zweig der IG Farben inne und war der erste Direktor der Federal Reserve Bank, der US-Notenbank, in New York.9

Die „Auslandsorganisation“, die nur als „AO“ (nach den griechischen Buchstaben Alpha und Omega) bekannt war, war der ausländische Arm des Nazi-Geheimdienstes. Sie betrieb Spionage und Propaganda, leitete die Eliteeinheit „Fünfte Kolonne“ und ging auch „wirtschaftlichen“ Aktivitäten nach, um die Ziele der Nazis voranzutreiben. Die Auslandsmitarbeiter der AO operierten großenteils durch ausländische Unternehmen, die sich im Besitz der Deutschen befanden oder von diesen geleitet wurden. Auch zahlreiche Mitarbeiter der ausländischen wie auch der deutschen IG Farben waren für die AO tätig. Tatsächlich leitete die IG Farben die AO nicht nur, sondern finanzierte sie auch.10 Unter den hochrangigsten Männern der IG Farben, die in die Aktivitäten der AO eingebunden waren, befand sich auch Max Ilgner, ein Neffe von Hermann Schmitz, des Direktors der IG Farben – dessen Ambition es war, einen „weltweiten Faschistenstaat zu errichten, wenn möglich, ohne Krieg“.11

Ilgner, der die Uniform der gefürchteten Gestapo trug, schloß die „NW7“, die Geheimdienstabteilung der IG Farben, mit der AO zusammen und stellte eine 5.000 Mann starke Truppe auf, die von der amerikanischen IG Farben geleitet wurde.12 Ein weiteres Mitglied der NW7 war der aus Bradford, England, stammende Günther Frank-Fahle. Obwohl Ernst Wilhelm Bohle namentlich das Oberhaupt der AO war, unterstand sie der dauernden Kontrolle Walter Schellenbergs – der auch dem Sicherheitsdienst (SD) vorstand, der Spionageabwehr der Gestapo –, der die IG Farben, als er nach dem Krieg verhört wurde, als „Staat im Staate“ beschrieb. Derjenige jedoch, der über allen anderen stand, war Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers.

Die Industriellen und Bankiers, die 1933 Hitlers Aufstieg zur Macht finanzierten, überwiesen ihre Beiträge auf Hjalmar Schachts Konto bei der Berliner Privatbank Delbrück-Schickler. Das Kapital auf diesem Konto wurde von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß verwaltet. Die Delbrück-Schickler war ein Tochterunternehmen der Metallgesellschaft AG (kurz „Metall“), die bei weitem der größte Metallkonzern Deutschlands war. Die Metallgesellschaft gehörte sowohl der IG Farben als auch der British Metal Corporation, dem britischen Metallverband.13

Im britischen Vorstand der „Metall“ saß auch Oliver Lyttelton, der von 1939-40 Leiter des Bereichs Nichteisenmetalle sowie von 1942-45 britischer Minister für Produktion war und in Churchills Kriegskabinett saß. Zufällig gehörte Lytteltons Mutter der Oxforder Rhodes/Milner-Gruppe an. Der älteste Sohn des fünften Barons von Lyttelton war Lord Selbornes Privatsekretär, während dieser sich in Südafrika aufhielt. Lord Selborne sollte ab 1925, nach dem Tod Alfred Milners, die „Gruppe“ übernehmen. Zudem leitete er, wie ich schon an anderer Stelle angemerkt habe, während des Krieges die Special Operations Executive (SOE), das britische Pendant zur amerikanischen OSS.14

Die „Gruppe“ ist, wie bereits erwähnt, der britische Arm des Skull&Bones-Ordens – oder ist es etwa umgekehrt?15 So oder so handelt es sich bei dem Orden um die „Untergruppe einer deutschen Geheimgesellschaft“. Sowohl die „Gruppe“ als auch der „Orden“ sind, nach Ansicht von Professor Anthony Sutton, mit großer Wahrscheinlichkeit den verbotenen Bayerischen Illuminaten entsprungen.16

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(Links der US-Außenminister John Kerry, rechts der ehemalige US-Präsident George W. Bush)

Das Treffen im „Roten Haus“

Es ist verständlich, daß dieselben Banken und Unternehmen, die hinter den Kulissen Hitlers Aufstieg und die darauffolgende militärische Aufrüstung gefördert hatten, alle nötigen Schritte zum Schutz ihrer Vermögenswerte unternahmen, als sich abzuzeichnen begann, daß Hitler und sein Deutschland dem Untergang geweiht waren. Die verheerende Niederlage der sechsten Armee unter Feldmarschall von Paulus vor Stalingrad im Januar 1943 besiegelte dies. Die letzten Zweifel wurden ausgeräumt, als die Alliierten am 6. Juni 1944, dem „D-Day“, in der Normandie landeten. Da die Deutschen nicht in der Lage waren, die Kräfte der Alliierten zurückzudrängen, war es offensichtlich, daß Hitlers Tage gezählt waren.

Zwei Monate nach dem Tag der Invasion wurde in einem Nobelhotel in Straßburg ein geheimes Treffen abgehalten, auf dem besprochen wurde, wie man den Reichtum der Nazis und ihrer loyalen Bankiers und Industriellen retten könne. Am Morgen des 10. August 1944 erreichte auch SS-Obergruppenführer Scheid, ein Generalleutnant der Waffen-SS wie auch Direktor des Industrieunternehmens Hermansdorff & Schenburg, das Straßburger Hôtel Maison Rouge in der Rue des France-Bourgeois.

Dr. Scheid sollte die Versammlung leiten, und zwar auf Geheiß von niemand Geringerem als Reichsleiter Martin Bormann – der zu diesem Zeitpunkt nach Hitler der mächtigste Mann im Deutschland der Nazis war.

Bormanns Aufstieg folgte dem Unglücksflug von Rudolf Heß, der 1941 mit dem Fallschirm über Schottland abgesprungen war, um sich im geheimen mit dem Herzog von Hamilton zu treffen. Nachdem er seinen Freund verloren hatte und sein Plan, eine geheime Allianz mit Großbritannien gegen Rußland einzugehen, in Trümmern lag, legte Hitler die Last von Heß’ Pflichten und Verantwortungen – mit Ausnahme des Postens als stellvertretender Führer, den er abschaffte – auf die massigen Schultern Bormanns. Bormann übernahm auch die Kontrolle über die AO.

Bevor er Dr. Scheid nach Straßburg entsandte, vertraute Bormann ihm an, daß „die Schritte, die als Folge dieses Treffens unternommen werden, über die Zukunft Deutschlands nach dem Krieg bestimmen“ würden, und er fügte hinzu, es gelte, einen Plan zum letztlichen „Wiedererstarken der deutschen Wirtschaft“ aufzustellen.17 Anwesend auf diesem Treffen waren, neben Dr. Scheid, auch Stellvertreter von Krupp, Messerschmitt, Rheinmetall, Bussing und Volkswagen sowie Ingenieure, die verschiedene Unternehmen in Posen und Polen vertraten, darunter Brown Boveri – ein wichtiges deutsches Energieunternehmen, das sich zum Teil im Besitz zweier amerikanischer Unternehmen, General Electric und International Telephone & Telegraph, befand. Heute nennt Brown Boveri sich Asea Brown Boveri und ist ein multinationaler Großkonzern mit knapp 200.000 Mitarbeitern weltweit, der noch immer enge Verbindungen zu den USA pflegt. Bevor Donald Rumsfeld von George W. Bush damals zum Verteidigungsminister berufen wurde, saß er im Vorstand dieses Konzerns.18

Bormann wollte, daß die Industriellen neue Kontakte und Bündnisse mit ausländischen Unternehmen knüpften sowie alte Bande stärkten, ohne aber dabei Verdacht zu erregen. Von gleicher Wichtigkeit war das auf Bormanns Geheiß hin erfolgende Kapitalfluchtprogramm, um Staats- und Unternehmenswerte außer Landes zu schaffen und an sicheren Plätzen weltweit zu horten. So begann die „Aktion Adlerflug“. Einen kritischen Punkt stellte Bormanns Einschätzung dar, man brauche neun Monate, um das geplante Kapitalfluchtprogramm erfolgreich abzuschließen.19 Das bedeutete, daß die deutschen Truppen den Vorstoß der Alliierten über den gesamten Winter 1944 und bis Anfang bzw. Mitte Mai 1945 würden hinauszögern müssen. Wie durch einen Wink des Schicksals endete der Krieg in Europa am 8. Mai 1945, zwei Tage vor Ablauf der von Bormann veranschlagten neun Monate.

Nur knapp zwei Wochen nach dem Treffen im Roten Haus stellte der britische Feldmarschall Bernard L. Montgomery einen waghalsigen Plan auf, der, wäre er erfolgreich verlaufen, Bormanns entscheidendes Neunmonatsprogramm hätte scheitern lassen.

Als General Dwight D. Eisenhower, der Oberkommandierende der Alliierten, am 23. August 1944 zum Mittagessen in Montgomerys Hauptquartier kam, versuchte dieser ihn später in einer privaten Konferenz davon zu überzeugen, daß die deutschen Truppen völlig unkoordiniert seien und man mit einem entscheidenden Vorstoß ins Ruhrgebiet den Krieg noch vor Weihnachten 1944 würde beenden können. General Walter Bedell Smith, Eisenhowers Stabschef, wurde auf Montgomerys Geheiß hin aus dem Raum geschickt, weil er seinem Unmut über diesen Plan Luft machte.20 Auch Eisenhower war unentschlossen, als er Montgomerys Hauptquartier verließ.

Als sich der Kessel von Falaise schloß, war Montgomery entschlossen, Eisenhower keine derart günstige Gelegenheit verspielen zu lassen und den Krieg noch 1944 zu beenden. Am 4. September ließ Montgomery General Eisenhower eine verschlüsselte Botschaft mit dem Vermerk „Nur für General Eisenhower persönlich“ zukommen, in der er einen kühnen Plan darlegte, der vorsah, zunächst strategisch wichtige Brücken in den Niederlanden einzunehmen und dann mit Panzern durch das Ruhrgebiet quasi durch die Hintertür in Deutschland einzufallen. Das Ruhrgebiet stellte das Herzstück der deutschen Industrie dar und war zufällig auch die Heimat vieler der Unternehmer, die Dr. Scheid auf seiner großen Kapitalfluchtkonferenz einen knappen Monat zuvor versammelt hatte.

Der Plan, der als „Operation Comet“ bekannt wurde, wurde von Eisenhower abgewiesen. Dagegen aber begehrte Montgomery auf, und so einigte man sich am 10. September 1944 schließlich auf eine überarbeitete Version des Plans, die den Namen „Operation Market Garden“ erhielt und an der bedeutend mehr Truppen beteiligt werden sollten als an der ursprünglichen „Operation Comet“. Die Brücke von Arnheim war die letzte Brücke, die von der britischen Luftwaffe eingenommen und bis zum Eintreffen der Panzertruppen gehalten werden mußte.

Zufällig ließ Feldmarschall Model die stark angeschlagene, aber erfahrene Zweite SS-Panzerdivision unter SS-Obergruppenführer Bittrich am 4. September in der Gegend von Arnheim ein Lager aufschlagen, damit die Soldaten sich ausruhen und erholen konnten. Bittrich gab später an, es habe „keinen besonderen Grund dafür gegeben, daß Model sich ausgerechnet die Gegend von Arnheim aussuchte – außer dem, daß es eine friedliche Gegend ohne besondere Vorkommnisse war“.21

Wenn man heute zurückblickt und sich vor Augen hält, daß Bormann neun Monate brauchte, um sein Kapitalfluchtprogramm abschließen zu können, fragt man sich, ob Models Entscheidung nicht doch auch von anderen, tiefgründigeren Faktoren beeinflußt worden war. War etwa Verrat im Spiel?

Die Bruderschaft

Tatsache ist, daß Prinz Bernhard von den Niederlanden von Königin Wilhelmina zum Oberbefehlshaber der niederländischen Truppen ernannt worden war. Während der Wochen nach dem „D-Day“ stand Prinz Bernhard in engem Kontakt zu seinen Ministern, dem US-Sonderbotschafter William Bullitt, Anthony Biddle sowie General Bedell Smith.22 Dieser enge Kontakt war kaum Zufall. Wie wir noch sehen werden, sollte Bormanns „Bruderschaft“ nichts dem Zufall überlassen.23

Thomas Bradish Biddle – ein Vorfahre Anthony Biddles – wurde 1839 als eines der ersten Mitglieder in den 1833 gegründeten Skull&Bones-Orden aufgenommen. Anthony Biddle, dessen voller Name Anthony Joseph Drexel Biddle junior lautete, war selbst kein Mitglied des Ordens. Dennoch war er kein Unschuldslamm.

Während der ersten Monate nach Kriegsbeginn war Biddle als stellvertretender US-Botschafter in Paris. Hier freundete er sich mit dem Herzog und der Herzogin von Windsor an, die beide die Nazis unterstützten und die eine ganze Weile bei Baron Eugene de Rothschild logierten.

Biddles bester Freund in Paris aber war der Botschafter William Bullitt. Auch Bullitt befürwortete die Ansichten Hitlers. Er war es auch, der den amerikanischen Millionär Charles Bedaux den Windsors vorstellte.

Bedaux war ein enger Freund von Hermann Schmitz von der IG Farben und war gerade zum Leiter des Bereichs Handelsaktivitäten bei diesem Unternehmen ernannt worden. Er traf mit den Windsors nicht zufällig zusammen, sondern war von niemand Geringerem als SS-Führer Heinrich Himmler angewiesen worden, diese dazu zu bringen, Hilfestellung bei der Durchsetzung geheimer Pläne zu leisten, die ein Friedensabkommen mit England vorsahen.

Bei einem geheimen Treffen im Hôtel Meurice in Paris, bei dem Bedaux, Rudolf Heß, Martin Bormann sowie der Hollywoodschauspieler und Nazisympathisant Errol Flynn anwesend waren, versprach der Herzog von Windsor, Heß zu helfen und sich an den Herzog von Hamilton zu wenden – was „1941 letztlich zu Heß’ dramatischer Landung auf dem Anwesen von Hamilton führte“.24

Auch Prinz Bernhard von den Niederlanden hat eine Nazi-Vergangenheit. In Deutschland geboren als Prinz Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, trat er Anfang der 1930er der Nazipartei bei und trug ab 1933 den SS-Rock. Ab 1935 war er für die Geheimdienstabteilung NW7 der IG Farben tätig. Es heißt, daß seine Ehe mit Prinzessin Juliana, der Tochter der niederländischen Königin Wilhelmina, von Gerhard Fritze arrangiert worden sei, dem Direktor der IG Farben und Verwandten des NW7-Oberhaupts Max Ilgner.25

Bei der Hochzeit der beiden im Januar 1937 stimmten die engsten Freunde des Prinzen das beliebte Horst-Wessel-Lied an, die Hymne der Nazis. Kurz nach der Eheschließung reiste der adelige Prinz nach Berlin, um Hitler privat zu treffen, der öffentlich bekanntgab, die Hochzeit repräsentiere ein Bündnis zwischen den beiden Nationen – eine Vorstellung, die Königin Wilhelmina entschieden zurückwies.

Bezeichnender noch ist die Tatsache, daß Prinz Bernhard, der nach Ausbruch des Krieges nach England ging und sich dort um einen Posten im Geheimdienst bewarb, vom britischen Marineamt wegen Mißtrauens abgelehnt wurde. Auch General Eisenhower, der Oberbefehlshaber der Alliierten, traute ihm nicht und verweigerte ihm die Einsicht in brisante Geheimdienstinformationen. Durch die Intervention von König George VI. jedoch wurde Prinz Bernhard schließlich in den Kriegsrat aufgenommen. Hoppla!

Um schneller voranzukommen und die ganz besondere Beziehung zwischen Prinz Bernhard und General Walter Bedell Smith – der zweifelsfrei uneingeschränkten Zugang zu den Geheimdienstunterlagen General Eisenhowers hatte – zu verstehen, müssen wir kurz in die Zukunft reisen. Nach dem Zweiten Weltkrieg soll Prinz Bernhard aus dem Schmuggel mit Kunstwerken, die während des Kriegs gestohlen worden waren, nicht wenig Profit geschlagen haben. Laut Ton Biesemaat, der diesen Kunsthändlerring in seinem Exposé mit dem Titel „The Corregio Mystery“26 [Das Rätsel von Corregio] beschreibt, soll Gerben Sonderman, den Prinz Bernhard als den „besten Freund, den ich je hatte“ beschrieb (hatte er Adolf etwa schon vergessen?), als persönlicher Pilot des Prinzen gestohlene Kunstwerke für diesen transportiert haben.

1941 baute Sonderman, ein niederländischer Fokker-Pilot, Kontakte zu Deutschen auf, die am Raub niederländischer Kunstwerke beteiligt waren. Auch pflegte er enge Bande zu Alois Miedl, einem „Bankier, Spion und Kunstschmuggler“, der sich gelegentlich auch in SS-Uniform zeigte.27 Nach dem Krieg arbeitete Miedl für die ODESSA, das SS-Fluchtnetzwerk, das Nazi-Kriegsverbrecher nach Südamerika in Sicherheit brachte – insbesondere nach Argentinien, wohin auch Bormann geflohen sein soll. Dieses Land war nach dem Krieg auch ein beliebtes Reiseziel Prinz Bernhards, und für gewöhnlich begleitete ihn sein Busenfreund Gerben Sonderman.

Ein weiterer Mann, der dem Kunstschmugglerring angehörte, war der ungarische Adlige Prinz Alfred zur Lippe-Weißenfeld, ein Verwandter Prinz Bernhards. Noch ein bemerkenswerter Zufall ist, daß Prinz Alfreds Tochter mit Baron Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza de Kászon verheiratet war, dem Sohn von Fritz Thyssens Bruder sowie Erben des Familienvermögens der Thyssens.

Wie wir bereits erfahren haben, stand Walter Bedell Smith während des Zeitraums, in dem Montgomery seinen ersten Plan zur Einnahme der niederländischen Brücken und dem Vorstoß nach Berlin via dem Ruhrgebiet schmiedete, in engem Kontakt zu dem Prinzen. Wie eng diese Freundschaft war, wird daran deutlich, daß Bedell Smith und Prinz Bernhard nach dem Krieg gemeinsam ein Geschäft aufbauten. Man könnte es als ein „Import-Export-Unternehmen“ beschreiben, weil es einen Kunsthandel namens Bernhard Ltd. miteinschloß, der Militärflugzeuge für die Strecke zwischen Soesterberg – unweit von Prinz Bernhards Palast Soestdijk – und den USA einsetzte.

Im August 1945 stellte Bedell Smith Reinhard Gehlen, einem Führungsoffizier im Geheimdienst der Nazis, und fünf seiner engsten Mitarbeiter seine Privatmaschine für einen Flug nach Washington DC zur Verfügung. Dies stellte einen Verstoß gegen die herrschende US-Politik dar, und laut Autor Charles Higham hätte dies für Bedell Smith vor dem Krieggericht enden können.28

Prinz Bernhards familiäre Beziehungen zu den Thyssens könnten erklären, warum der Prinz sich 1945 gemeinsam mit einer niederländischen Geheimdienst­abordnung nach Berlin in die russische Besatzungszone begab, um einen Stoß „belastender Schuldscheine“ zu bergen, die Fritz Thyssen gehörten und „geheimes Thyssen-Eigentum“ nachwiesen. Dieser kleine Gefallen wurde unter dem Vorwand durchgeführt, der wagemutige Prinz sei ausgerückt, um die von den Nazis gestohlenen niederländischen Kronjuwelen zurückzugewinnen. Die Scheine wurden zurück in die Niederlande gebracht und in der Bank voor Handel en Scheepvaart in Rotterdam hinterlegt, hinter der sich ebenfalls Thyssen verbarg. Diese als „Operation Juliana“ bekannt gewordene List war ein Schlag ins Gesicht alliierter Inspektoren, die die „fehlenden Stücke des Thyssen-Vermögens“ zurückzuerobern versuchten.29

Der US-Rechtsberater der Rotterdamer Bank war Allen Dulles, der das Schweizer OSS-Büro in Bern verlassen hatte, um US-Geheimdienstchef im Nachkriegsdeutschland zu werden.

Der Zaun um die Rose

Die Familie Lippe scheint mit zahlreichen Unternehmen in Kontakt zu stehen, die über Geheimdienstverbindungen verfügen. Man nehme beispielsweise den Rosenorden, einen Ritterorden, der dem Haus Lippe verliehen wurde. Ein Ableger dieses Ordens ist die Noble Company of the Rose, die „Noble Gefolgschaft der Rose“, die von Ernst August Prinz zur Lippe – einem Cousin ersten Grades von Prinz Bernhard – und Sir Rodney Hartwell gegründet wurde. Heute wird die Auszeichnung dieses Ritterordens ausschließlich und nur auf besondere Einladung hin an Mitglieder eines dubiosen Forschungsinstituts namens The Augustan Society verliehen, das 1957 gegründet wurde und sich vor allem mit Ahnenforschung, Königtum, Adel, Ritterschaft, Wappenkunde und ähnlichen Themen befaßt. Das Institut ist auf einem Anwesen in der kalifornischen Mojave-Wüste nahe Daggett untergebracht.

Das Merkwürdige an diesem Institut ist, daß viele seiner ersten Mitglieder und Urheber während des Krieges für den Geheimdienst, zumeist den OSS, tätig waren. Zu ihnen gehören Crolian Edelen, Robert Formhals, Robert Gayre, John Driscoll, George Balling und Forest Barber. Sie alle waren ehemals „Shickshinny Knights“ – bei diesem Ritterorden handelt es sich um einen sogenannten „Scheinorden“, der für sich beansprucht, dem russischen Großpriorat des Ordens vom Heiligen Johannes zu Jerusalem entsprungen zu sein. Die Shickshinny Knights rühmten sich einiger britischer und US-amerikanischer Militär- und Geheimdienstoffiziere, die mit den Nazis sympathisierten.30

Es wird angenommen, daß die Augustan Society vor allem Geheimdienstinformationen sammelt und daß mehrere Mitglieder der Gesellschaft sich schon drei oder vier Jahre, bevor die Gesellschaft offiziell eine Rechtspersönlichkeit wurde, zusammenfanden (wonach sie um etwa 1954 enstanden sein muß – mehr zu diesem Datum später). Auch wird behauptet, sie sei als Nachrichtendienst nur eine Tarngesellschaft für den Sovereign Military Order of Malta (SMOM), der offiziell als Souveräner Malteserorden des Vatikan gehandelt wird. Die Augustan Society war ursprünglich in Torrance, Kalifornien, angesiedelt – was in dieser Gegend das Sprichwort in Umlauf brachte: „Wenn man in Torrance niest, sagt jemand auf der Via Condotti ‚Gesundheit’.“ Die Via Condotti in Rom ist die Straße, an der der Palazzo di Malta steht, das Hauptquartier des Malteserordens.

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Die Malteserritter sind in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. Zu ihrem Orden gehörten Nazigrößen wie Dr. Hermann Abs, der im Vorstand der IG Farben sowie der Deutschen Bank saß und auch „Hitlers Zahlmeister“ genannt wurde. Einem der Gründer der Augustan Society, Robert Gayre, verlieh der Malteserorden das begehrte Großkreuz pro Merito Melitensi. Auch der Nazi-Geheimdienstoffizier Reinhard Gehlen (der bereits erwähnt wurde) wurde 1948 vom Malteserorden mit dem Großkreuz geehrt. Ein weiterer Mann, den die Malteser auf diese Weise auszeichnete, war James Jesus Angleton, auf den wir in Kürze zurückkommen werden. Allerdings wurde keiner der Gebrüder Dulles von der Augustan Society geehrt, aus dem einfachen Grund, daß sie protestantisch und nicht katholisch waren.

Es mutet merkwürdig an, daß Martin Bormanns Sohn, Adolf Martin, sich 1946 nach einem Aufenthalt im Kloster Federaun nahe Villach in Österreich zur Priesterweihe entschloß. Das Kloster unterstand Bischof Hudal – einem alten Vatikanvertrauten, der für die „Ratlines“, den „Rattenlinie“ genannten unterirdischen Schienenfluchtweg der Nazis, verantwortlich war. Aufhorchen läßt auch die Tatsache, daß Hudal der „Beschützer“ Adolf Martins sowie noch eines weiteren Mönchs war. Bei diesem anderen Mönch handelte es sich um Bruder Avery Dulles – den Sohn von John Foster Dulles, des älteren Bruders von Allen Dulles. Ist die Welt nicht ein Dorf? (Vatikan & Nazis: Reichskonkordat vom 20. Juli 1933 und Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher).

Zudem halfen die Malteserritter Tausenden der schlimmsten Nazis und SS-Angehörigen, über die Rattenlinie zu entkommen und so ihrer gerechten Strafe zu entgehen, die in Nürnberg in Form der Schlinge auf sie wartete. Ursprünglich war die Rattenlinie als unterirdische Schienenstrecke für gesuchte Kriegsverbrecher gedacht, aber bald, so erfuhr ich, wurde sie auch zum Schmuggeln von Gold, Geld und anderer Beute der Nazis verwendet, um die enormen Verluste der Rockefellers durch vor dem Krieg getroffene Investitionen wettzumachen. Rockefeller wurde bei diesem schmutzigen Unternehmen unterstützt von Allen Dulles, Herbert Walker und James Jesus Angleton, dem Leiter des italienischen OSS-Büros, der später Direktor der CIA-Außenstelle in Rom werden sollte. Als solcher fiel der Vatikan in seinen Aufgabenbereich – und so erfuhr er von den homosexuellen Neigungen von Papst Pius XII. (der in den 1920er Jahren Nuntius in Bayern war), eine Information, die er zu Erpressungszwecken nutzte. Es heißt, Allen Dulles, Herbert Walker und James Jesus Angleton hätten durch die „Provisionen“ gut verdient, die die Rockefellers ihnen für das Verschieben von geschmuggelter Ware zukommen ließen. Angleton profitierte mehr noch als die anderen, weil er den Malteserorden, den Geheimdienst des Vatikan, dazu bringen konnte, den US-Geheimdienst zu unterstützen.

Zu den Gönnern der Augustan Society gehören Ernst August Prinz zur Lippe, Dr. Otto von Habsburg aus der alten österreichisch-ungarischen Herrscherlinie und Prinz Emmanuel von Savoyen, der Sohn von König Umberto II. – des letzten italienischen Königs, der nach dem Krieg abdanken mußte, weil er Mussolini unterstützte.31 Prinz Emmanuel ist Großmeister des vom Vatikan gebilligten Ordens des Heiligen Maurice und des Heiligen Lazarus.

Ein weiterer trügerischer Zufall ist, daß der bereits erwähnte Robert Gayre das Oberhaupt des US-amerikanischen Zweigs der rassistischen International Association for the Advancement of Eugenics and Ethnology (IAAEE) war, der internationalen Vereinigung zur Förderung der Eugenik und Ethnologie, die ihr Hauptquartier in Schottland hatte. Die Eugenik war eine Strömung, die die Ideologie und das Denken der Nazis nachhaltig prägte.

Die IAAEE wurde von Lord Malcolm Douglas-Hamilton gegründet, der während des Zweiten Weltkriegs ein Geschwader der Royal Air Force, der britischen Luftwaffe, kommandierte und zudem, über seine Mutter Pamela Bowes-Lyon, mit der englischen Königinmutter verwandt war. Darüber hinaus war Lord Malcolm ein Mitglied des „Cliveden Set“, ein anderer Name für die Oxforder Rhodes/Milner-Gruppe – die Hitler und seine Ziele unterstützte. Auch hatte er die Ehre, der Bruder des Herzogs von Hamilton zu sein, der, wie wir ja bereits wissen, Rudolf Heß nach dessen Landung in Schottland 1941 beherbergte.

Oberst Gayre gründete den Edinburgher Orden vom Heiligen Lazarus zu Jerusalem, und der US-Zweig dieses Ordens wurde von Lord Malcolm Douglas-Hamilton ins Leben gerufen. Robert Gayre war zudem Vizepräsident der International Commission for Orders of Chivalry (ICOC), der internationalen Ritterorden-Kommission. Der VI. Internationale Kongress der ICOC wurde 1962 in Edinburgh unter dem Ehrenvorsitz des Herzogs von Edinburgh und der Leitung des Herzogs von Hamilton abgehalten.

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Die Brücke von Arnheim

Nachdem wir diese verschlungenen Pfade ausgiebig erkundet haben, lassen Sie uns nun kurz zu Montgomerys gewagter „Operation Market Garden“ zurückkehren – dem gebilligten Plan, der vorsah, fünf niederländische Brücken, über die die Alliierten mitten ins Herz von Deutschland vorstoßen wollten, einzunehmen und zu halten.

Wer den hervorragenden Film auf der Grundlage von Cornelius Ryans Buch „Die Brücke von Arnheim“ gesehen hat, wird sich an den verbissenen Mut der Soldaten vom 3. Bataillon der 82. US-Luftlandedivision unter dem Kommando von Major Julian Cook erinnern, die in schwerfälligen Booten und unter dem tödlichen Kugelhagel der Deutschen über den Fluß Waal ruderten und die schwer umkämpfte, aber strategisch wichtige Brücke wenige Kilometer südlich von Arnheim verteidigten, über die die Straße nach Nimwegen führte.

Dies war der letzte verzweifelte Versuch, die stark aufgeriebenen britischen Luftlandetruppen unter Oberst John Frost bei Arnheim zu entlasten. Unter schweren Verlusten gelang es dem 3. Bataillon schließlich, die Brücke nach Nimwegen einzunehmen und zu halten. Doch anstatt nun mit den Panzern nordwärts nach Arnheim vorzurücken, um Oberst Frost zur Seite zu stehen und den Erfolg von Montgomerys waghalsigem Plan sicherzustellen, teilte ein Oberst der Grenadier Guards, einem britischen Infanterieregiment, der die Brücke erreichte, seinen amerikanischen Kollegen mit: „Wir rücken nachts nicht vor.“32 Ein wütender Oberst Tucker, der das 504. Fallschirmjägerregiment der Amerikaner befehligte, das die Brücke gesichert hatte, warf hitzig ein, man dürfe keine Zeit verlieren, da die Deutschen ihre Truppen sammeln würden und die Briten die Chance nutzen müßten, um zu Oberst Frost bei Arnheim zu stoßen. Doch der britische Major blieb solchen Argumenten gegenüber stur: „Nun, wir können nachts aber nicht vorrücken.“ Dann fügte er hinzu: „Wir brechen morgen früh auf.“33 Wie zu erwarten, wimmelte das gesamte Gebiet am nächsten Morgen von der deutschen Verstärkung.

Cornelius Ryan nennt den Major der britischen Guards nicht namentlich – eine Auslassung, die ins Auge fällt. Zudem tauchen in seinem Ablauf des Geschehens einige Ungereimtheiten auf.

Eine britische Dokumentationsreihe mit dem Titel „Battlefields“ [Schlachtfelder], die die BBC kürzlich ausstrahlte und durch die der Historiker Professor Richard Holmes führte, widmete eine Folge der „Schlacht um Arnheim“. Die Macher der Dokumentation interviewten vor laufender Kamera Moffatt Burriss, der die I-Kompanie des 504. Regiments befehligt hatte und dabei gewesen war, als der britische General Horrocks Oberst Tucker fragte, ob er tatsächlich vorhabe, die hart umkämpfte Brücke vom Waal aus in einem Sturmangriff zu nehmen. Laut Burriss sagte General Horrocks: „Das ist ein unglaubliches Vorhaben. Meint ihr Jungs wirklich, ihr schafft das?“ „Werden Ihre Panzer zum Abmarsch bereitstehen, General, sobald wir die Brücke genommen haben?“, soll Tucker gefragt haben. „Meine Panzer werden in voller Stärke bereitstehen, um entschlossen nach Arnheim vorzurücken, und nichts wird sie aufhalten“, entgegnete Horrocks daraufhin.34

Als die Brücke eingenommen war, war es Hauptmann Burriss, der die ersten Panzer auf der anderen Seite begrüßte. Er war erstaunt, als sie anhielten. Er fragte den Feldwebel, der die ersten drei Panzer befehligte – die bald von einem vierten unter dem Kommando eines Majors der Guards eingeholt wurden –, warum sie hielten. Dieser sagte ihm, voraus befinde sich ein deutsches Panzerabwehrgeschütz und „wenn ich weiterfahre, ist mein Panzer erledigt“.

Daraufhin sagte Burriss: „Wir werden uns das Geschütz gemeinsam holen.“ Der Feldwebel aber lehnte das Angebot mit den Worten ab: „Nein, das geht nicht. Ich habe keinen derartigen Befehl erhalten.“35 Das stand in krassem Widerspruch zu dem, was General Horrocks beabsichtigt und Oberst Tucker gegenüber unmißverständlich versprochen hatte.

Aus dem offiziellen Kriegstagebuch der Grenadier Guards geht hervor, daß die Brücke bei Nimwegen lediglich „dichtgemacht“ worden sei.

Auch der Major der Grenadier Guards kam in der BBC-Dokumentation zu Wort. „Ein Vordringen wäre schwierig gewesen“, wandte er ein. Burriss sah das anders. Er sagte, er habe sich „betrogen gefühlt“. Seine Männer hätten die Brücke unter enormen Verlusten eingenommen, hätten sich Maschinengewehrfeuer und 20-mm-Geschützen ausgesetzt, nur damit die Briten schließlich „vor einer Kanone zurückschreckten, obwohl sie über ein gesamtes Panzerkorps verfügten“.

Es stand praktisch nichts mehr zwischen den Guards und Arnheim. Das Nordende der Brücke hielten noch immer die britischen Fallschirmeinheiten. Oberst Frost war verwundet worden, und so kämpften die Soldaten unter Major Tony Hibbert von der 1. Fallschirmjäger-Brigade weiter, der nach Frost der ranghöchste Kommandeur war.  In der Ferne konnte er die Panzer der Guards schon hören, doch sie kamen nicht näher. In dem BBC-Interview meinte Hibbert verdrossen, wenn nicht gar verbittert, daß der „Market Garden“-Plan „hätte funktionieren können und müssen“, und grimmig setzte er hinzu, daß die Panzer unter dem Major der Grenadier Guards „schon über die Brücke waren, als wir überrannt wurden“.

Die Verlorenen

Daß die Grenadier Guards unter königlicher Schirmherrschaft stehen, kann man daran erkennen, das der regierende britische Monarch für gewöhnlich zum Ehrenoberst über das Regiment ernannt wird. Die Grenadier Guards sind eines von fünf britischen Regimentern, die die Ehre haben, auf der offiziellen Geburtstagsfeier des Monarchen oder der Monarchin die „Farben“, die königliche Flagge, in einer Fahnenparade vorzuführen. Diese Zeremonie stammt noch aus der Zeit, als das Regiment noch die „Gardetruppe“ für die königliche Familie und ihre Paläste bereitstellte.

Die Grenadier Guards sind auch eines der Regimenter, die die Ehre haben, den Monarchen zu schützen. Alle Guards schwören dem Monarchen als Oberhaupt der britischen Streitkräfte die Treue. Es ist überaus bedeutsam, daß dieser Treueid dem herrschenden britischen Monarchen und nicht dem Parlament geleistet wird. Interessanterweise besuchte die heutige Monarchin, Königin Elizabeth II., im Rahmen ihres ersten öffentlichen Auftritts an ihren sechzehnten Geburtstag die Grenadier Guards.

Der Major der Guards, den Hibbert erwähnte, ist Peter Alexander Rupert Smith, ein Angehöriger der überaus machtvollen und einflußreichen Familie Smith – einer Bankiersdynastie, die kaum bekannt ist, aber schon seit etwa 350 Jahren besteht. Bereits um etwa 1650 gründete Thomas Smith das Bankenhaus Samuel Smith & Co. in Nottingham, das als erstes britisches Bankenhaus außerhalb Londons gilt. Die nachfolgenden Generationen der Smiths stellten sicher, daß das Familienunternehmen florierte, und bis 1902 hatten sie zehn Fillialen in Betrieb genommen.

Nicht nur war Lord Rothschild mit einem Mitglied der Sippe befreundet, sondern ein Smith heiratete später sogar eine Rothschild. Eine weitere interdynastische Hochzeit fand zwischen den Smiths und der bekannten Bankiersfamilie Baring statt. Der Einfluß der Smith-Dynastie nahm mehr und mehr zu.

Frances Dora Smith heiratete schließlich Sir Claude Lyon-Bowes. Die beiden waren die Großeltern mütterlicherseits von Lady Elizabeth Bowes-Lyon, die 1923 Prinz Albert („Bertie“), den Herzog von York, heiratete. Aus Prinz Albert wurde 1936 König George VI., und aus Elizabeth wurde Königin Elizabeth, die Gemahlin des Königs – die später als Königinmutter bekannt wurde. Vor kurzem beschrieb ein Zeitungsartikel, wie gewogen die Königinmutter der „Friedensbewegung“ gewesen sei und daß sie „bemüht war, einen Krieg mit Deutschland abzuwenden und die Bande zwischen den beiden Ländern zu stärken“.36 Eine Zeitung ging so weit zu behaupten, sie hätte eine Besetzung durch die Deutschen gerne zugelassen, sofern die Monarchie und ihre Position dadurch nicht gefährdet worden wären.37 Ihr Bruder David Bowes-Lyon, dem sie immer sehr nahegestanden hatte, hatte vor dem Krieg eine leitende Funktion im Bankenhaus der Gebrüder Lazard und zudem eine „wichtige, aber nicht näher definierte Stellung innerhalb des Special Operations Executive (SOE)“ inne.38

Die Verbindung zum Hause Lazard ist bezeichnend, da die Bank ein Band zu dem Nazisympathisanten Sir Henri Deterding von der Royal Dutch Shell (von der man lange glaubte, sie gehöre zu einem Großteil der niederländischen und der britischen Königsfamilie) sowie zum Viscount Bearstead von der Investmentbank Hill Samuel darstellte, die beide wiederum mit Baron Kurt von Schröder in Zusammenhang stehen – einem Nazi mit Leib und Seele, der SS-Führer Heinrich Himmler finanziell unterstützte und eine führende Stellung im „Freundeskreis des Reichsführers“ einnahm. Zufällig machte von Schröder Allen Dulles zu seinem US-Rechtsberater.39Auch er hatte eine leitende Position bei der Lazard-Bank inne und gehörte zudem der pronazistischen Organisation „Anglo-German Fellowship“, der englisch-deutschen Kameradschaft, an. Die Kameradschaft wurde 1935 von dem deutschen Bankier Ernest Tennant gegründet – einem engen Freund von Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop – und zählte zu ihren Mitgliedern zahlreiche Bewunderer Hitlers, die es manchmal nicht bei bloßer Bewunderung beließen.

So begründete ein Mitglied, Sir Oswald Mosley, die faschistische Partei „British Union of Fascists“ (BUF), deren Mitglieder auch „Blackshirts“ genannt wurden und die von Berlin Gelder bezog. Ein weiteres Mitglied war Admiral Sir Barry Domville, ein glühender Verehrer der Nazis, der später ein Shickshinny-Ritter werden sollte.40Charles Edward, der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, wurde von Hitler nach England geschickt, um den Vorsitz über die Kameradschaft zu übernehmen. Er war angewiesen worden, die Beziehungen zwischen England und Deutschland zu verbessern und auf ein Bündnis zwischen den beiden Nationen hinzuarbeiten. Auch der Herzog von Hamilton gehörte der Kameradschaft an, der, wie inzwischen bekannt ist, derjenige war, bei dem Rudolf Heß nach seinem Flug nach Schottland Zuflucht suchte. Das britische Königshaus trägt eigentlich den Namen Sachsen-Coburg und Gotha; erst während des Ersten Weltkriegs benannte sich die Königsfamilie in Windsor um, um Anfeindungen aus der britischen Bevölkerung vorzubeugen.

Die Liste der Verbindungen zwischen der britischen Königsfamilie und den Nazis ist lang. Prinz George, der Herzog von Kent und Bruder von König George VI., starb am 25. August 1942 an Bord eines Flugboots vom Typ Sunderland, das zur 228. Staffel des Coastal Command, des Küstenkommandos der britischen Luftwaffe, gehörte. Die Maschine zerschellte an einem Berg namens Eagle’s Rock nahe Berriedale, Caithness, in Schottland. Die Autoren des Buches „Double Standards“41 führen gewichtige Beweise dafür an, daß das Flugzeug auf Anordnung Churchills hin sabotiert wurde, um von einem Bündnis zwischen Deutschland und England abzulenken, das man im Grunde bereits geschlossen hatte und das der Herzog, wahrscheinlich im Namen seines Bruders, des Königs, in Schweden aushandeln sollte. Die Autoren glauben, daß sich gemeinsam mit dem Herzog von Kent kein Geringerer als der stellvertretende Führer Rudolf Heß mit an Bord des Flugzeugs befand.42 Am Abend vor dem Absturz hatte der Herzog auf Balmoral geweilt, wo er sozusagen sein Henkersmahl einnahm, wobei Prinz Bernhard von den Niederlanden ihm Gesellschaft leistete.

Prinzessin Sophie, die von all ihren Geschwistern Prinz Philip (der seinen Nachnamen von Battenberg in Mountbatten änderte und durch die Heirat mit Prinzessin Elizabeth 1947 zum Herzog von Edinburgh wurde) altersmäßig am nächsten war, heiratete Prinz Christopher von Hessen, der zu Himmlers Stab gehörte und sich freiwillig als „Agent“ verdingte.43 Auch Prinz Christopher kam 1944 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, zwei Jahre nach dem höchst ominösen Tod des Herzogs von Kent.

bilderberger

Wenn die Niederlage zum Sieg wird

Es sollte nicht weiter überraschen, dass es sich bei dem Major der Grenadier Guards, Peter Smith, um den sechsten Baron von Carrington handelt, der besser bekannt ist als Lord Carrington. Im April 1985 ehrte ihn die britische Königin, indem sie ihn zum Ritter des Hosenbandordens schlug – des ältesten und angesehendsten aller britischen Ritterorden, der seit beinahe 700 Jahren besteht. Als Mitglied des britischen Königshauses blickt Lord Carrington auf eine illustre Laufbahn zurück. Nicht zuletzt war er einst Vorsitzender der Pilgrim Society, die 1902 in London (und 1903 in New York) auf den letzten Wunsch von Cecil Rhodes hin gegründet worden war. Auch war Lord Carrington 1983 Vorsitzender der exklusiven und elitären Bilderberger.

Die erste Konferenz der Bilderberger fand im Mai 1954 statt. Auf diesen Treffen findet sich die Weltelite zusammen, um gemeinsam zu beratschlagen, wie sich das Weltgeschehen entwickeln soll. Sie werden mißtrauisch betrachtet von allen, die sie als Außenstehende des demokratischen Prozesses betrachten und argwöhnen, man wolle uns eine diktatorische Weltordnung aufzwingen, die den Interessen einiger weniger dient.

Zu denen, die wesentlichen Anteil an der Gründung der Bilderberger hatten, gehören General Walter Bedell Smith, Allen Dulles, der ultrarechte französische Premierminister Antoine Pinay44 und Otto Wolf von der Kölner Otto Wolf AG, dessen Vater ein bedeutender Finanzier Hitlers war. Ein weiterer Gründer war Sir Colin Gubbins, der während des Krieges das SOE geleitet sowie „Hilfseinheiten“ aufgestellt und ausgebildet hat, die im Falle einer Invasion durch die Nazis einen Partisanenkrieg hätten führen sollen. Diese Hilfseinheiten waren wiederum in die sogenannten „Oxen Units“, die Ochseneinheiten, der britischen Armee eingeschlossen, die für Sabotageaktionen zuständig waren. Eine dieser Oxen Units war in Berridale zugegen, als die Maschine mit dem Herzog von Kent abstürzte.45

Die Zahl derjenigen, die diesen Konferenzen schon beigewohnt haben, ist groß, und die Teilnehmer sind durchweg einflußreich. Zu ihnen gehören beispielsweise David Rockefeller, Walter Boveri junior, der Sohn des Begründers von Brown Boveri, Sir Eric Roll von der Londoner Filliale des Handelsbankenhauses Warburg sowie Dr. Hermann Abs von der IG Farben – um nur diejenigen zu nennen, die in diesem Zusammenhang interessant sind. Prinz Bernhard von den Niederlanden war der erste Vorsitzende der Bilderberg-Konferenzen. Er leitete die Treffen bis 1976, mußte dann aber zurücktreten, weil er im Rahmen der Lockheed-Starfighters-Affäre Schmiergelder erhalten hatte und dadurch in Ungnade gefallen war.46

Nicht unbedeutend ist auch die Tatsache, daß das erste Treffen der Bilderberger zehn Jahre nach der fehlgeschlagenen „Operation Market Place“ in einem Hotel (namens Bilderberg, daher der Name der Gruppierung) in Oosterbeek, Niederlande, stattfand, nur wenige Kilometer von Arnheim und Nimwegen entfernt – genau auf dem Territorium, auf dem die Schlacht um die Brücke von Arnheim stattgefunden hatte (Die Pyramide von Austerlitz: ‘Pharao’ Napoleon, Prinz Bernhard und die Bilderberger (Videos).

Könnte es sein, daß man Oosterbeek für das erste Treffen der Bilderberger aussuchte, um im geheimen zu feiern, daß man den Nazi-Schatz in Sicherheit bringen konnte, wie Bormann es geplant hatte? Möglich ist das. Während der ersten zwei Jahren nach der Gründung der Bilderberger wurden im Halbjahresrhythmus vier Konferenzen abgehalten.47 1954 fanden diese Treffen im Mai und im September statt; 1955 im März und September. Ab 1956 fanden die Treffen nur noch einmal im Jahr im Mai statt. Der September 1954 war natürlich der Monat der – möglicherweise durch Verrat – gescheiterten „Operation Market Garden“.

Das Jahr 1954 ist auch noch aus anderen Gründen von Bedeutung, denn in diesem Jahr erklärten sich die Alliierten einverstanden damit, Westdeutschland den Status einer eigenständigen Nation zurückzugeben. Am 5. Mai 1955 waren die deutschen Unternehmen endlich frei von der Kontrolle durch die Alliierten. Das Vermögen von Thyssen, Krupp und anderen Unternehmen, die man beiseite geschafft hatte, konnten nun wieder offen auf den Tisch gelegt und darauf verwendet werden, Deutschland einmal mehr wiederaufzubauen – wie Bormann es vorausgesagt hatte.48Das Abkommen, das die Besatzung Westdeutschlands beenden sollte, wurde im Oktober 1954 in Paris unterzeichnet.49

Aus der Vergangenheit erwächst die Zukunft. Leider.

Literatur:

Hitlers amerikanische Lehrer: Die Eliten der USA als Geburtshelfer der Nazi-Bewegung von Hermann Ploppa

Die Rothschilds: Eine Familie beherrscht die Welt. von Tilman Knechtel

Wall Street und der Aufstieg Hitlers von Antony C. Sutton

Was Sie nicht wissen sollen!: Einigen wenigen Familien gehört die gesamte westliche Welt und nun wollen sie den Rest! von Michael Morris

Wer Hitler mächtig machte: Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten von Guido G. Preparata

Verweise:

  1. Mit „immer wiederkehrend“ meine ich, daß sich die US-Auslandspolitik – ganz gleich, wer die Präsidentschaftswahl gewinnt – nie grundlegend ändert.
  2. Es ist sehr bedeutsam, daß viele deutsche Großindustrielle, darunter Thyssen und Dornier, nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages ihre Finanzmethoden darauf ausrichteten, ihre Besitzungen verborgen zu halten.
  3. Picknett, Lynn/Prince, Clive: „The Rise of the Rough Beast“, Saunière Society Symposium, 19. September 1999; siehe auch die zahlreichen Artikel über Synarchismus und die Pläne der Synarchisten, die die Executive Intelligence Review veröffentlicht hat.
  4. Picknett/Prince, „Rise“
  5. Sutton, Anthony C.: “The Secret Cult of the Order“ (Veritas, Auckland, 1986), S. 32
  6. Loftus, John: „How the Bush family made its fortune from the Nazis”, September 2000, www.john-loftus.com/Thyssen.asp
  7. „Timeline of Treason: “The Bush Family Connection to the Nazis”, www.spiritone.com/~gdy52150/timeline.html
  8. Sutton, Anthony C.: “Wall Street and the Bolshevik Revolution”, 1981
  9. Sutton, Anthony C.: “Wallstreet and the Rise of Hitler” (Arlington Books, 1974), S. 93
  10. Higham, Charles: “Trading with the Enemy” (Delacorte Press, 1983), S. 189
  11. ibid., S. 211
  12. ibid., S. 133
  13. ibid.
  14. Siehe meinen Artikel „The Spoils of War“ unter www.deepblacklies.co.uk
  15. Quigley, Carroll: “The Anglo-American Establishment” (GSG & Associates, Kalifornien, 1981), S. 307
  16. Sutton, Anthony C.: “The Secret Cult of the Order”, S. 34ff.
  17. Manning, Paul: Martin Bormann: „Nazi in Exile“ (Lyle Stuart, 1981), S. 23
  18. Auf dem Treffen im Roten Haus waren noch zwei weitere Personen anwesend, beides deutsche Regierungsbeamte.
  19. Manning, “Martin Bormann”, S. 32
  20. Ryan, Cornelius: “Die Brücke von Arnheim” (Fischer, 1990); Originaltitel: “A Bridge Too Far” (Wordsworth Editions, 1999), S. 48 (auch Simon & Schuster, 1974)
  21. ibid., S. 70
  22. ibid., S. 43
  23. Der Begriff „die Bruderschaft” stammt aus dem Buch „American Swastika“ (Doubleday, 1985) von Charles Higham; er beschreibt das Netzwerk aus berühmten Persönlichkeiten und Großkonzernen der alliierten wie auch neutraler Nationen, die mit den Nazis Handel trieben.
  24. Higham, „Enemy“, S. 179ff.
  25. Dieser Bericht ist Teil eines unveröffentlichten Manuskripts über die Nazis und die wirtschaftlichen Interessen der USA von Professor Peter Dale Scott, der mir freundlicherweise eine Kopie zur Verfügung gestellt hat.
  26. www.michelvanrijn.com/artnews/correggio.htm
  27. ibid.
  28. Higham, Swastika, S. 260
  29. Loftus, John: „The Dutch Connection”, www.john-loftus.com/Thyssen.asp liefert Details zur „Operation Juliana”. Der niederländische Journalist Ton Biesemaat zweifelte Loftus gegenüber jedoch dessen Behauptungen an und meint, daß der Prinz nicht direkt beteiligt gewesen sei, sondern „einflußreiche Freunde und Agenten beauftragte, die Arbeit für ihn zu erledigen“. Biesemaat sagt auch, daß in Berlin keine Kronjuwelen, sondern „Vermögensanteile“ der Königsfamilie sichergestellt worden seien, wenn auch das Hauptziel die Bergung des Vermögens der „Familie Thyssen-Bornemisza“ gewesen sei.
  30. Mehr Details über die Shickshinny-Ritter finden Sie in meinem Artikel „The Spoils of War“ unter www.deepblacklies.co.uk.
  31. Ich habe erfahren, daß König Umberto II. Mussolini in Wahrheit haßte, aber dennoch abdankte, um ein Blutvergießen zu verhindern.
  32. Siehe Ryan, Arnheim, wo der britische Major zur großen Enttäuschung des Lesers nicht genannt wird. Ryan steht mit seiner Nachlässigkeit keineswegs allein da. Auch im Internet konnte ich nirgendwo den Namen des Majors ausfindig machen, was wohl einiges über den enormen Einfluß einer bestimmten, wahrhaft mächtigen Familie verrät.
  33. Gemäß einem Bericht von Thomas Pitt, Feldwebel des 504. Fallschirmjägerregiments der 82. US-Luftlandedivision, der während dieser Besprechung zugegen war.
  34. Aus „The Battle for Arnhem”, einer Folge der BBC-Fernsehdokumentation „Battlefields“
  35. ibid.
  36. Picknett, Lynn/Prince, Clive/Prior, Stephen: “Double Standards: “The Rudolf Hess Cover-Up” (Time-Warner Books, UK, 2001), S. 265
  37. ibid.; siehe auch die britische Zeitung Independent on Sunday, 5. März 2000
  38. Picknett et al., «Double Standards», S. 264
  39. Thomas, Hugh: SS-1: “The Unlikely Death of Heinrich Himmler” (Fourth Estate, 2001), S. 92. In diesem Buch weist Thomas zudem durch forensische Daten nach, daß die Person, die Selbstmord beging, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Himmler, sondern ein Doppelgänger war. Himmler selbst soll entkommen sein.
  40. Mehr über die Shickshinny-Ritter in „The Spoils of War“, www.deepblacklies.co.uk
  41. Picknett et al., «Double Standards», S. 433
  42. Hugh Thomas legt in seinem Buch „The Murder of Rudolf Hess“ (Mandala Books, 1977) dar, was heute bereits vielen bekannt ist: daß nicht der echte Heß, sondern ein Doppelgänger in Spandau eingesessen hat. Als bekannt wurde, daß die Russen ihn freilassen wollten, nachdem sie sich jahrzehntelang geweigert hatten, wurde der inhaftierte Doppelgänger ermordet, um das Geheimnis mit ihm zu begraben.
  43. Thomas, „SS-1“
  44. Siehe meinen Artikel „Circle of Power“, in dem es um den Pinay-Zirkel geht, der auch als „Le Cercle“ bekannt ist; zu finden ist der Artikel unter www.deepblacklies.co.uk, wo man auch viele interessante Forschungsansätze findet, die mit diesem Thema in Zusammenhang stehen.
  45. Picknett et al., Double Standards, S. 421
  46. Prinz Bernhard starb am 1. Dezember 2004, als dieser Artikel gerade in Druck gehen sollte.
  47. Sklar, Holly: Trilaterism (South End Press, 1980), S. 171
  48. Manning, Martin Bormann, S. 281
  49. ibid., S. 258

Quellen: PublicDomain/nexus-magazin.de

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