
Im Grunde ist schon das Bezahlen mit Geld nichts anderes als ein Tauschgeschäft. In einer wirtschaftlichen Krise nimmt dieser Tauschhandel andere Formen an, dann bekommen Dinge, welche vorher nur ein paar Cent oder Euros kosteten, plötzlich einen enormen Wert.
Verschwindet das Vertrauen in den Geldwert, kommen Ersatzwährungen zum Zug, bzw. werden Waren untereinander getauscht.
Alltägliche und nicht alltägliche Gebrauchsgegenstände und Genussmittel gehandelt. Deshalb lohnt es sich, die richtigen davon reichlich vorrätig zu haben (Notfallrucksack: Unterwegs in der Krise (Video)).
Tauschhandel – ein kurzer Ausflug in die Geschichte
Von den alten Griechen ist bekannt, dass die ersten Silbermünzen ungeprägt waren, es handelte sich also nur um runde Silberscheiben. Diese bekamen rasch an Bedeutung im Tauschhandel, worauf hin einflussreiche Familien begannen, persönliche Münzen zu prägen. Das einfache Volk verfügte zu jener noch nicht über Geldmittel für seine Tauschgeschäfte.
Bevor Geld für alle Bevölkerungsschichten in Umlauf kam, wurde mit Naturalien gehandelt. Wer Felder bestellte, verfügte über Getreide. Andere betrieben Viehzucht. Sattler stellten Gürtel und Zaumzeug her. Dafür benötigten sie Werkzeuge, welche sie vom Schmied bezogen, usw. War kein oder nicht genügend Geld da, wurden untereinander Produkte und Dienstleistungen getauscht.
Aber wir müssen in der Geschichte gar nicht so weit zurückgehen: Im Nachkriegsdeutschland wurde das Geld dermaßen entwertet, dass Ersatzwährungen, wie beispielsweise Zigaretten, gefragt waren.
Auch Länder tauschten und tauschen noch immer untereinander. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Kaffeekrise der DDR: Sie tauschte ab 1977 bis zum Mauerfall LKWs und Waffen gegen Energierohstoffe und Rohkaffee.

Gold und Silber – wenn möglich, sollten Sie auf Edelmetalle setzen
Wie Sie wissen, hat Papiergeld im Crash-Fall mehr oder weniger den Wert von Altpapier. Hat ein Händler keine Garantie mehr, dass er dafür ebenfalls Waren beziehen kann, sind die «Zettel» nutzlos. Nun wäre es naheliegend, Gold und Silber vorrätig zu haben.
In Haushalten, die heute schon kaum über die Runden kommen, ist das allerdings kaum realistisch. Wer es sich jedoch leisten kann, zumindest einen Teil seines Vermögens in Edelmetall anzulegen, braucht einen Aufbewahrungsort. Es nützt nichts, ein Schließfach bei einer ausländischen Bank zu mieten, auf welches man im Ernstfall nicht zugreifen kann.
Früher wurden Wertsachen rund ums Haus vergraben. Wer einen Garten hat, sollte natürlich darüber nachdenken und nur die Familie und engste Freunde einweihen. Kleine Mengen an Gold und Silber lassen sich im Haus verstecken.
Ohnehin ist es empfehlenswert, das Edelmetall in kleiner Stückelung anzuschaffen, um bei Tauschgeschäften nicht minus zu machen. Schließlich gibt es hierbei kein Wechselgeld!


Welche Tauschmittel sind sinnvoll in Hinblick auf eine neue Krise?
Neben den Edelmetallen gibt es eine Reihe von Tauschmitteln, die selbst Menschen mit kleinem Budget vorrätig haben können. Dazu gehören neben dringend benötigten Verbrauchsgegenständen für Hygiene und Küche durchaus auch Dinge, die plötzlich zu Luxusware werden.
Das sind beispielsweise Zigaretten, Kaffee, Schokolade, Gewürze, Spirituosen oder Parfum. Können Sie sich vorstellen, keine Seife, kein Toilettenpapier, keine Tampons, Babywindeln oder Waschmittel zur Hand zu haben? Würden Sie bei einem Stromausfall ohne Batterien und Kerzen auskommen?
Auch Verbandsmaterial, Schmerztabletten und Papiertaschentücher sind unverzichtbar. Es ist eine Tatsache, dass sich viele über Krisenvorsorge keine Gedanken machen und dementsprechend keinen Notvorrat besitzen. Deshalb können im Ernstfall nützliche Haushaltsprodukte im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert sein!


Familie und Haushalt in der Krise
Früher hießen sie Kolonialwarenladen oder Tante-Emma-Laden: kleine, oft vom Inhaber selbst geführte Läden in Wohnquartieren, die alle Grundnahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs anboten. Wer gerade zu wenig Geld besaß, ließ einfach anschreiben (Krisenvorsorge: Von Kräutern bis zum Brot – Nahrung und Nahrungsergänzung aus der Natur).
Diese Zeiten sind, abgesehen von einigen sehr ländlichen Gegenden, leider vorbei. Vor allem wer Familie und Kinder hat, sollte in der heutigen Zeit unbedingt eine vernünftige Krisenvorsorge betreiben.